ADB:Embde, August von der

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Embde, August van der“ von Louis Katzenstein in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 48 (1904), S. 346, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Embde,_August_von_der&oldid=- (Version vom 27. Mai 2019, 07:58 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Elze, Karl
Nächster>>>
Emin Pascha
Band 48 (1904), S. 346 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg August von der Embde in der Wikipedia
GND-Nummer 11771206X
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|48|346|346|Embde, August van der|Louis Katzenstein|ADB:Embde, August von der}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=11771206X}}    

Embde: August van der E., geboren in Kassel am 2. December 1780, † daselbst am 10. August 1862, ein begabter Genremaler und sehr gesuchter Porträtist. Seine Thätigkeit fällt in die Zeit, da die Malerei in Deutschland fast ganz von dem Einfluß beherrscht wurde, den die Düsseldorfer Schule ausübte, welche mit ihren Erzeugnissen der herrschenden Geschmacksrichtung entsprachen, den damaligen Kunstmarkt behaupteten. E. mit seiner zarten und rosigen Farbengebung war als Bildnißmaler besonders von der Frauenwelt geschätzt und viel beschäftigt. Weitern Kreisen wurde er bekannt durch seine, meist dem hessischen Bauernleben entnommenen Genrebilder, die nicht ohne einen liebenswürdigen Zug sind, aber die Natur immer durch ein verschönerndes Glas sahen. Embde’s Bauern, in ihrer reinlichen Tracht, gewaschen und gekämmt, wollen salonfähig sein. Erst der gesunde Realismus, den Meister wie Knaus und später Defregger in die Malerei brachten, machte der süßlichen Richtung ein Ende und leitete die Kunst wieder in gesunde Bahnen.