ADB:Fortmann, Johann

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Fortmann, Johann“ von Eduard Jacobs in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 7 (1878), S. 193, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Fortmann,_Johann&oldid=- (Version vom 17. Juli 2019, 23:05 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Forti, Anton
Nächster>>>
Fortner, Andreas
Band 7 (1878), S. 193 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Johannes Fortmann in der Wikipedia
GND-Nummer 102459797
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|7|193|193|Fortmann, Johann|Eduard Jacobs|ADB:Fortmann, Johann}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=102459797}}    

Fortmann: Johann F., geb. am 25. Nov. 1576 zu Elbingerode, † am 9. Sept. 1654 zu Wernigerode. Er besuchte die lateinische Schule am letzteren Orte, dann die Universität Wittenberg, wurde 1595 Magister, 1596–98 Hofmeister bei Graf Wolf Ernst zu Wernigerode, ging noch auf ein Jahr zur Wittenberger Hochschule, wurde 1599 Conrector, 1604–9 Rector, dann Diaconus, Hofprediger Graf Heinrichs und von 1614–54 Oberprediger zu Wernigerode und geistlicher Inspector der Grafschaft. Auch war die zwischen etwa 1570–1606 gegründete ansehnliche gräf1iche Bibliothek seiner Aufsicht anvertraut. F., der sich als poeta laureatus viel in historischen, geistlichen und Gelegenheitsgedichten, Komödien in heroischem Versmaß versuchte, ist weniger durch diese und durch seine verschiedenen gedruckten Schriften zur Predigtlitteratur, als durch sein in einer Zeit großer wissenschaftlicher Oede und Verwüstung bethätigtes unermüdliches wissenschaftliches Streben bemerkenswerth. Unter den gelehrten Zeitgenossen, mit denen er in fleißigem Briefwechsel stand, galt er als einer der kundigsten Männer Niedersachsens. Von seinen ungedruckten Schriften verdienen fünf zu Wernigerode im Privatbesitz befindliche Bände meist specialgeschichtlicher Aufzeichnungen erwähnt zu werden. Er selbst sammelte mit großen Opfern eine eigene Bibliothek.

Keßlin, Schriftsteller und Künstler der Grafschaft Wernigerode. Jacobs, Geschichte des Schriftthums und Bücherwesens in der Grafschaft Wernigerode, 1873 u. 74.