ADB:Fröhlich, Theodor

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Artikel „Fröhlich, Friedrich Theodor“ von Moritz Fürstenau in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 8 (1878), S. 134, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Fr%C3%B6hlich,_Theodor&oldid=- (Version vom 19. September 2019, 17:49 Uhr UTC)
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Fröhlich: Friedrich Theodor F., geb. zu Brugg im Canton Aargau den 25. Febr. 1803, besuchte seit 1820 das Gymnasium in Zürich und bezog 1822 die Universität Basel, um die Rechte zu studiren. Neben diesen wissenschaftlichen Studien pflegte er sein schon früh erwachtes musikalisches Talent als Clavierspieler und Componist. Im Frühling 1823 ging er nach Berlin, um die Universitätsstudien zu vollenden, erkrankte dort in Folge des entstehenden Kampfes zwischen dem erwählten Berufe und der immer stärker erwachenden Neigung zur Musik und mußte im Sommer 1824 nach Brugg zurückkehren, um seine Gesundheit wieder herzustellen. Nachdem er zwei Jahre dort verweilt und sich fast ausschließlich mit Musik beschäftigt hatte, ging er 1826 mit Unterstützung seiner Regierung wieder nach Berlin, um sich ganz der Kunst zu widmen. Er nahm theoretischen Unterricht bei Zelter und Bernh. Klein, wurde befreundet mit F. Mendelssohn-Bartholdy und verblieb bis 1830 in Berlin, in welchem Jahre er als Musikdirector nach Aarau berufen wurde. Dort leitete er einen Gesangverein, ein Dilettantenconcert, die Gesangsstunden der Stadt- und Cantonsschule und ertheilte eine Menge Privatstunden. Als Componist entfaltete F. eine außerordentliche Fruchtbarkeit. Er schrieb viele Vocal- und Instrumentalwerke, darunter ein Weihnachts- und Passions-Oratorium, eine Pfingstcantate, ein zwölfstimmiges Miserere, den 1. Psalm für Chor und Orchester, 20 Motetten, 40 Chorlieder, eine große Menge ein- und mehrstimmige Lieder, zwei Sinfonien, einige Streichquartette, 19 Claviersonaten etc. Eine so erstaunliche Thätigkeit erschöpfte die Lebenskraft Fröhlich’s. In einem Anfall von Schwermuth ertränkte er sich am 16. Octbr. 1836 in der Aare.

Allgemeine musikalische Zeitung, Leipzig 1837, S. 375 ff.