ADB:Franz, Johann Christian

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Franz, Joh. Christian“ von Moritz Fürstenau in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 7 (1878), S. 316–317, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Franz,_Johann_Christian&oldid=- (Version vom 23. April 2019, 04:46 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Franz, Gottfried
Nächster>>>
Franz, Johannes
Band 7 (1878), S. 316–317 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Johann Christian Franz in der Wikipedia
GND-Nummer 116719095
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|7|316|317|Franz, Joh. Christian|Moritz Fürstenau|ADB:Franz, Johann Christian}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=116719095}}    

Franz: Joh. Christian F., geb. 17. Juni 1762 zu Havelberg, sollte Theologie studiren, entschloß sich jedoch, da er im Besitz einer schönen Baßstimme war, zum Studium des Gesanges. Der Minister und Oberstallmeister Graf Schwerin in Berlin sorgte für seine Ausbildung und brachte es auch dahin, [317] daß F. 1782 dazu bestimmt wurde, in den Hofconcerten des Prinzen von Preußen (Friedrich Wilhelm II.) die Baßpartieen zu singen. Zu gleicher Zeit nahm er noch Unterricht bei dem berühmten Conciliani. Nachdem er 1783 den Dienst des Grafen Schwerin verlassen hatte, versah er mehrere Jahre hindurch die Stelle eines Unterbibliothekars an der königl. Bibliothek in Berlin, bis er nach dem Regierungsantritte Friedrich Wilhelms II. durch Vermittelung Reichardt’s bei der italienischen Oper engagirt wurde, der erste deutsche Sänger, dem dies widerfuhr. Seit 1791 wurde er von der Opera buffa dispensirt, ließ sich aber nun bei der Oper des königlichen Nationaltheaters engagiren, wo er mit Erfolg bis zu seinem Tode, am 28. Februar 1812, erste und zweite Baßpartien sang. F. war auch als Dichter und Componist thätig. Ledebur im Tonkünstlerlexikon Berlins theilt ein genaues Verzeichniß seiner Compositionen mit; darunter befindet sich eine Oper („Edelmuth und Liebe“), 2 Liederspiele und viele Gesänge für Chor, Solo etc.