ADB:Frisching, Samuel

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Artikel „Frisching, Samuel“ von Emil Blösch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 8 (1878), S. 95–96, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Frisching,_Samuel&oldid=- (Version vom 16. Juli 2019, 00:48 Uhr UTC)
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Band 8 (1878), S. 95–96 (Quelle).
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Frisching: Samuel F., Schultheiß von Bern, geboren 1638, gestorben 1721. Er stammte aus einem in Bern hochangesehenen Geschlecht, schon sein [96] gleichnamiger Vater war Schultheiß. Durch große Reisen gebildet, trat er in französischen Dienst, wo er sich, 1658, bei der Belagerung von Dünkirchen und Gravelingen hervorthat und, durch eine Mine verschüttet, schwer verwundet wurde. Nach Bern zurückgekehrt, wurde er 1664 in den Großen Rath, 1670 zum Schultheißen von Burgdorf erwählt; 1685 trat er in den Kleinen Rath und wurde in der Folge mit verschiedenen Gesandtschaften betraut. 1700 war er Oberfeldhauptmann eines Theiles der eidgenössischen Truppen und 1707 Anführer der Berner zum Schutze der österreichischen Waldstätte am Rhein, was ihm Auszeichnungen von Seiten des Kaisers Leopold I. verschaffte. In dem 1712 unter den schweizerischen Cantonen ausgebrochenen Religionskriege war er oberster General der reformirten Armee, und gab bei Villmergen im Aargau, 74 Jahre alt, durch persönlichen Muth und kräftige Anfeuerung seiner Truppen den Ausschlag zum glänzenden und entscheidenden Siege. Im J. 1715 wurde er zum Schultheißen ernannt und stand noch bis 1718 an der Spitze der Republik. Er war Freiherr zu Rümlingen und starb daselbst am 23. October 1721.

Tillier, Geschichte des Freistaates Bern.