ADB:Fritzhans, Johannes

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Artikel „Fritzhans, Johannes“ von Karl Janicke in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 8 (1878), S. 117, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Fritzhans,_Johannes&oldid=- (Version vom 26. April 2019, 00:35 Uhr UTC)
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Fritzhans: Johannes F. (Fritze), Mönch im Franciskanerkloster zu Magdeburg, schloß sich, durch den Augustiner Dr. theol. Johann Islebius und die Lectüre der Schriften Luther’s für die neue Lehre gewonnen, sehr früh den reformatorischen Bestrebungen in Magdeburg an. Da er sich weigerte, die auf der Kanzel bekannten Grundsätze zu widerrufen und man ihm deswegen mit Einkerkerung drohte, entfloh er aus dem Kloster und wandte sich nach Wittenberg, wo er einen Tractat erscheinen ließ, in dem er Rath und Gemeine zu Magdeburg zur Annahme der gereinigten Lehre ermahnte. Bald kehrte er nach Magdeburg zurück, lebte hier eine Zeit lang als Privatmann, bis ihm (Mai 1524) beim siegreichen Durchbruch der reformatorischen Bewegung in der Stadt die Prädicantenstelle an der St. Johanniskirche, wenige Monate später (28. Juli) das Pfarramt an der Heiligengeistkirche übertragen wurde. An der Durchführung der Reformation in der Stadt Magdeburg gebührt ihm ein wesentlicher Antheil; bei aller Energie zeigte er auch die erforderliche Besonnenheit.