ADB:Günther, Ovenus

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Günther, Ovenus“ von Karl Ernst Hermann Krause in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 10 (1879), S. 176–177, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:G%C3%BCnther,_Ovenus&oldid=- (Version vom 17. Oktober 2019, 21:37 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 10 (1879), S. 176–177 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Owen Günther in der Wikipedia
GND-Nummer 102545790
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|10|176|177|Günther, Ovenus|Karl Ernst Hermann Krause|ADB:Günther, Ovenus}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=102545790}}    

Günther: Owen oder Ovenus G. stammte aus Eiderstedt, das zu Holstein gerechnet wurde, er nannte sich Holsatus. 1557 wurde er, ein eifriger Anhänger Melanchthon’s, Magister in Wittenberg; am 19. März 1566 wurde er in Rostock in die philosophische Facultät aufgenommen, einige Wochen später aber erst intitulirt und las dann im Sommer Melanchthon’s Ethik, am 16. November 1568 wurde er ins akademische Concil aufgenommen als Professor des Rostocker Raths für die Ethik. Vom October 1569 bis April 1570 war er Decan der philosophischen Facultät; ging dann 1570 als Professor der Logik nach Jena, von dort 1576 nach Helmstädt. Er war der bedeutendste Aristoteliker seiner Zeit, legte namentlich auf dessen Physik einen überaus hohen Werth und erklärte deren Resultate für die absolute Wahrheit. Seine aristotelische [177] Richtung gab der Universität Helmstädt, besonders der philosophischen Facultät, ihr eigenthümliches Gepräge. Das Datum seines Todes ist nicht bekannt.

Die Nachweise bei O. Krabbe, die Universität Rostock, S. 716 f., und Rostock. Etwas, 3, S. 668 und 800, aus denen Krabbe schöpfte.