ADB:Geishüttner, Josef

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Artikel „Geishüttner, Josef“ von Karl Werner in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 8 (1878), S. 519–520, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Geish%C3%BCttner,_Josef&oldid=- (Version vom 22. Oktober 2019, 06:41 Uhr UTC)
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Geishüttner: Josef G., geb. zu Gmunden in Oberösterreich 1764, † am 5. Januar 1805. Armer Eltern Sohn half er sich während der Zeit seiner Gymnasialstudien kümmerlich durch, trat sodann in den geistlichen Stand, oblag im Generalseminar zu Wien den theologischen Studien und begann sodann seine seelsorgerliche Amtsthätigkeit auf einer ländlichen Pfarrei der Linzer Diöcese. Später wurde er als Katechet an die Hauptschule zu Linz berufen; und da nach Aufhebung der Generalseminarien eine theologische Lehranstalt in Linz errichtet wurde, erhielt er an derselben das Lehramt der Moral- und Pastoraltheologie. Einen Ruf zur Uebernahme des Lehramtes der Dogmatik an der Wiener Universität lehnte er aus Liebe zur Heimath ab. Dafür übertrug ihm der Linzer Bischof Gall (s. d.) die Leitung des Clericalseminars und zeichnete ihn durch den ihm verliehenen Titel eines Consistorialrathes aus. Von Seite der kaiserlichen Regierung war ihm die Ernennung zum Regierungsrathe sowie zum Referenten in geistlichen und Censur-Angelegenheiten für Oberösterreich zugedacht, die in der That auch erfolgte; ehe er aber den neuen Dienst antreten [520] konnte, raffte ihn unvermuthet der Tod hinweg. Er veröffentlichte im letzten Jahre seines Lebens eine „Theologische Moral in wissenschaftlicher Darstellung“, 3 Thle. (Augsb. 1804), welche ihm einen ehrenvollen Platz in der Geschichte der theologischen Litteratur des katholischen Deutschlands sichert (vgl. die kurze Würdigung derselben in Werner’s Geschichte der katholischen Theologie Deutschlands S. 265); aus seinem litterarischen Nachlaß veröffentlichte F. X. Geher einen Abriß der kirchlichen Glaubenslehre unter dem Titel: „Versuch einer wissenschaftlichen und populären Dogmatik, zunächst für katholische Religionslehrer“, Wien 1819.

Wurzbach, Biogr. Lex. des Kais. Oesterreich und die daselbst angeführte Litteratur.