ADB:Genersich, Johann

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Artikel „Genersich, Johann“ von Gustav Frank in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 8 (1878), S. 566, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Genersich,_Johann&oldid=- (Version vom 23. September 2021, 09:55 Uhr UTC)
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Genersich: Johann G., geb. am 15. Aug. 1761 zu Kesmark in Ungarn, machte seine Studien am Lyceum zu Preßburg und unter Griesbach, Döderlein, Eichhorn in Jena. Nachdem er von 1788–1821 die Professur der historischen und philosophischen Wissenschaften am Lyceum zu Kesmark bekleidet hatte, wurde er als erster Professor an die am 25. Septbr. 1819 gegründete protestantisch-theologische Lehranstalt in Wien für die Fächer der Kirchengeschichte und des Kirchenrechts berufen, woselbst er nach zweijähriger Wirksamkeit am 18. Mai 1823 gestorben ist. Er war einer der verdienstvollsten österreichischen Schulmänner seiner Zeit, gleich achtungswerth wegen seiner ausgebreiteten Kenntnisse, als wegen seines moralischen Charakters. J. G. Wenrich, sein College an der Wiener evangelisch-theologischen Lehranstalt, bekennt von ihm, nie mehr Herzensgüte und kindlichen Sinn, und selten solche Thätigkeit und solchen Amtseifer bei so vorgerücktem Alter gefunden zu haben. Er entfaltete eine fruchtbare schriftstellerische Thätigkeit auf historischem („Geschichte der österreichischen Monarchie“, 8 Bde., 1815–17. „Trajan, ein biographisches Gemälde“, 2 Bde., 1811), pädagogischem („Beiträge zur Schulpädagogik“, 1792. „Ueber die jetzige Verfassung der protestantischen Schulanstalten in Ungarn“, 1803) und praktisch-theologischem („Reden über wichtige Gegenstände der Religion“, 1817. „Eusebios, für Freunde der Religion“, 2 Bde., 1824) Gebiet.

Wurzbach, Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, Thl. 5, S. 133, wo sich auch die übrige biographische Litteratur verzeichnet findet.