ADB:Gietl, Franz Xaver Ritter von

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Artikel „Gietl, Franz Xaver Ritter von“ von Julius Pagel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 49 (1904), S. 350–351, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Gietl,_Franz_Xaver_Ritter_von&oldid=- (Version vom 19. September 2019, 17:34 Uhr UTC)
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Gietl: Franz Xaver Ritter von G., Arzt und Professor der Medicin in München, wurde am 27. August 1803 zu Höchstädt a. d. Donau geboren, studirte in Landshut, Würzburg und München, erlangte 1827 die Doctorwürde, wurde 1834 zum Leibarzt des damaligen Kronprinzen Maximilian ernannt, eine Stellung, die er lange Jahre bekleidete, seit 1838 noch im Verein mit der Professur für medicinische Klinik an der Münchener Universität. Von 1842–51 war er zugleich Director des städtischen Krankenhauses l. J. Als Arzt und Lehrer sehr angesehen und durch zahlreiche äußere Ehrenbezeugungen ausgezeichnet, z. B. mit dem Münchener Ehrenbürgerrecht aus Anlaß seines 80. Geburtstages, entwickelte G. auch in publicistischer Beziehung eine recht fruchtbare Thätigkeit. Er erreichte das hohe Alter von fast 85 Jahren, indem er nach langem Siechthum am 19. März 1888 starb. Doch hatte er wegen seines fortschreitenden Herzleidens schon seit 1886 auf die Lehrthätigkeit verzichten müssen. Die Mehrzahl von Gietl’s Schriften enthält Krankenhaus- resp. epidemiologische Berichte, z. B. über Cholera, die G. 1831 im Auftrage der Regierung in Böhmen, Mähren und Schlesien zu beobachten Gelegenheit hatte, über Typhus, auf den sich Publicationen aus den Jahren 1849, 57, 65, 70 und 75 beziehen.

[351] Biogr. Lexikon, herausgegeben von A. Hirsch und E. Gurlt II, 551; VI, 1051.