ADB:Gläser, Friedrich Gottlob

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Gläser, Friedrich Gottlob“ von Wilhelm von Gümbel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 9 (1879), S. 217, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Gl%C3%A4ser,_Friedrich_Gottlob&oldid=- (Version vom 16. Oktober 2019, 14:55 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Gläser, Franz
Band 9 (1879), S. 217 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Friedrich Gottlob Gläser in der Wikipedia
GND-Nummer 100288006
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|9|217|217|Gläser, Friedrich Gottlob|Wilhelm von Gümbel|ADB:Gläser, Friedrich Gottlob}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=100288006}}    

Gläser: Friedrich Gottlob G., geboren 1749 zu Groß-Camsdorf in Thüringen, gestorben 1804 daselbst, von dessen Lebensverhältnissen wenig mehr bekannt ist, als daß er Vicebergmeister zu Veitsberg, zuletzt Bergmeister in Groß-Camsdorf war. Als praktischer Bergmann beschäftigte sich G. nach dem Vorgange Lehmann’s und Füchsel’s auch mit wissenschaftlichen Forschungen und muß deshalb in der Geschichte der Geognosie genannt werden, weil er als einer der Vorläufer Werner’s durch seine Studien die Zeit vorbereiten half, aus welcher dann die Geognosie als selbständige Wissenschaft hervorging. Seine wissenschaftliche Leistung in dem Werke: „Versuch einer mineralogischen Beschreibung der Grafschaft Henneberg“ verdient überdies deshalb ganz besonders hervorgehoben zu werden, weil dasselbe von einer damals noch ungewöhnlich richtigen Auffassung der Lagerungsverhältnisse, sowie einer genauen Kenntniß von der Aufeinanderfolge der Gebirgsschichten Zeugniß gibt und zudem mit einer Karte versehen ist, auf welcher die verschiedenen Gesteinsarten, wie Sandstein, Kalk, Granit etc. durch verschiedene Farben, die brauchbaren Gesteine und Erze durch Zeichen angedeutet sind. Es ist die Karte eine der ersten geognostischen Darstellungen mit Zuhilfenahme der Farben für die Bezeichnung der Gesteinsarten.

Poggendorff, Biogr., I. 907. Keferstein, Gesch. u. Litt. d. Geogn., 61.