ADB:Graf, Eduard

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Artikel „Graf, Eduard“ von Julius Pagel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 49 (1904), S. 504–505, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Graf,_Eduard&oldid=- (Version vom 25. Mai 2019, 05:54 Uhr UTC)
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Graf: Eduard G., Geheimer Sanitätsrath in Elberfeld, geboren am 11. März 1829, machte seine Studien in Halle, Greifswald und Berlin, wurde 1851 Doctor, war 1853–54 Assistenzarzt am städtischen Lazareth zu Danzig, dann successive praktischer Arzt in Imgenbroich (Eifel), Ronsdorf und seit 1860 dauernd in Elberfeld, wo er von 1861–80 zugleich die Stellung als leitender Arzt des St. Josephs-Hospitals inne hatte. Am Feldzuge von 1866 nahm er als Stabsarzt eines Feldlazareths theil; im Kriege [505] von 1870/71 leitete er die königlichen Reservelazarethe in Düsseldorf; über die dort gemachten Beobachtungen berichtete er in einer besonderen Schrift, welche zu Elberfeld 1872 erschien. G. betheiligte sich später außerordentlich rege an allen ärztlichen Standesbestrebungen, wurde 1867 Vorsitzender des Aerztevereins des Regierungsbezirks Düsseldorf, 1869 des Niederrheinischen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege, 1873 des deutschen Aerztevereinsbunds, dessen Verhandlungen in Eisenach er regelmäßig bis ein Jahr vor seinem Ableben als Vorsitzender leitete, erhielt 1880 eine Berufung als außerordentliches Mitglied des Kaiserlichen Reichsgesundheitsamtes und war seit 1883 Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses, in dem er sich an den Debatten über alle den ärztlichen Stand betreffenden Angelegenheiten mit großem Eifer, wenn auch nicht immer mit dem gewünschten Erfolg betheiligte, wurde zuletzt zum Geh. Sanitätsrath, sowie 1894 zu Generalarzt zweiter Classe befördert und starb am 19. August 1895 zu Konstanz, wohin er sich infolge längerer Krankheit zur Wiederherstellung seiner Gesundheit zurückgezogen hatte. G. besaß eine imposante Persönlichkeit, war von hervorragender rednerischer Gewandtheit und verfügte über große Geschicklichkeit in der Leitung parlamentarischer Körperschaften. Um den Aerztestand und die Bestrebungen zur Hebung desselben, speciell des Vereinslebens hat er sich ein nicht zu unterschätzendes Verdienst erworben, das eine äußere Anerkennung in dem ihm, sowie dem Begründer des deutschen Aerztevereinsbundes Hermann Eberhard Richter zu Ehren, zu Eisenach am 10. September 1897 enthüllten Denkmal fand.

Biogr.[WS 1] Lex. hervorr. Aerzte II, 624.


Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Bigr.