ADB:Greve, Arnold

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Greve, Arnold“ von l. u. in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 9 (1879), S. 647, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Greve,_Arnold&oldid=- (Version vom 22. November 2019, 06:21 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Greuter, Bernhard
Nächster>>>
Greve, Johann de
Band 9 (1879), S. 647 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Arnold Greve in der Wikipedia
GND-Nummer 134118456
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|9|647|647|Greve, Arnold|l. u.|ADB:Greve, Arnold}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=134118456}}    

Greve: Arnold G., nicht Graeve, wurde als der Sohn eines gleichnamigen Hamburger Kaufmanns, der mehrere städtische Ehrenämter bekleidete und im J. 1731 starb, zu Hamburg am 8. Juli 1700 geboren und starb ebenda als Archidiaconus zu St. Catharinen am 18. November 1754 in seinem 55. Lebensjahre. Er hatte zu Hamburg das Johanneum und das Gymnasium besucht und dann in Wittenberg studirt. Hier wurde er 1722 Magister und schien sich der akademischen Thätigkeit widmen zu wollen. Aus unbekannten Gründen kam er dann doch in seine Vaterstadt zurück, wo er schon am 21. Aug. 1727 zum Pastor einer Landgemeinde Moorfleth und darauf am 12. Mai 1737 zum Diaconus zu St. Catharinen in Hamburg gewählt wurde. Unter seinen Söhnen ist Johann Christoph G., der, nachdem er mehrere andere kirchliche Stellen inne gehabt hatte, im J. 1774 Superintendent zu Kloster Lüne wurde und 1814 starb, der bekannteste. Arnold G. hat sich als Forscher auf dem Gebiete der hamburgischen Kirchengeschichte ausgezeichnet. Seine Lebensbeschreibungen der drei ältesten hamburgischen Superintendenten, des Johannes Aepinus, des Paulus von Eitzen und des Joachim Westphal, welche in den J. 1736, 1744 und 1748 erschienen und auf gründlicher Durchforschung der Acten, namentlich im Ministerialarchiv zu Hamburg beruhen, sind noch heute unübertroffen und nicht nur für die hamburgische, sondern überhaupt für die Reformationsgeschichte von großem Werth.

Sein Leben erzählte in einer Monographie Joh. Andr. Gottfr. Schetelig, Hamburg 1757. Seine Schriften, außer den genannten kürzere Disputationen, nennen Adelung II, 1566, Meusel IV, 359, und das Hamb. Schriftsteller-Lexikon II, 585 f.