ADB:Hacke, Hans Christoph Friedrich Graf von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Hacke, Hans Christoph Friedr. Graf von“ von Ernst Graf zur Lippe-Weißenfeld in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 10 (1879), S. 292, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Hacke,_Hans_Christoph_Friedrich_Graf_von&oldid=- (Version vom 17. August 2019, 15:47 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Hack, Jakob
Nächster>>>
Hackel, Ulrich
Band 10 (1879), S. 292 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Hans Christoph Friedrich von Hacke in der Wikipedia
GND-Nummer 136804691
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|10|292|292|Hacke, Hans Christoph Friedr. Graf von|Ernst Graf zur Lippe-Weißenfeld|ADB:Hacke, Hans Christoph Friedrich Graf von}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=136804691}}    

Hacke: Hans Christoph Friedr. Graf v. H., preußischer Generallieutenant, geb. am 21. October 1699 zu Staßfurt a. d. Bode, † am 17. August 1754 in Berlin. Seit 1715 beim Potsdamer „Riesen-Regiment“ dienend, erwarb er sich, durch Berufseifer, König Friedrich Wilhelms I. Vertrauen und Wohlgewogenheit in hohem Grade. Beim Ableben dieses Monarchen ist H. Oberst und königlicher Generaladjutant. Außerdem reihte er – der Sohn eines kleinen Landedelmanns – sich ein in die Magnaten; denn Friedrich Wilhelms Fürsprache verschaffte ihm die einzige Erbin eines der reichsten und angesehensten Männer im Staate zur Frau. König Friedrich II. ertheilte H. den neu gestifteten Verdienstorden[WS 1] (Juni 1740; wahrscheinlich das erste Exemplar), beließ ihn in der wichtigen Stellung eines ersten Generaladjutanten, und erhob ihn am 28. Juli 1740 nebst seinen Nachkommen in den Grafenstand. Im Feldzuge 1744 sehen wir H. (Oeuvres T. III. 55 u. f.) als Generalmajor und Infanterie-Regimentschef zu einer Sonderunternehmung entsendet und „verwundet aber unbesiegt“ aus einer peinlichen Lage hervorgehen. Die Berliner Truppenschau im Mai 1747 brachte H. die Ernennung zum Generallieutenant und die nächste Revue (1748) den Schwarzen Adlerorden; im J. 1749 (10. November) folgte die Ernennung zum Commandanten von Berlin. Auf diesem Posten erwarb er sich Verdienste um die Verschönerung der Stadt, in der dafür sein Name in der Bezeichnung eines Marktplatzes fortlebt. Friedrich d. Gr. schätzte H. wegen seiner „Rechtschaffenheit“ (Oeuvres T. XXVI. 85) und widmete ihm den Nachruf (ibid. p. 110): „Er gehörte nicht zu den glänzenden Geistern, aber er machte sich nützlich; und diese Art Leute sind dem Staat wichtiger als diejenigen Besterzogensten, denen Wissenstiefe und Arbeitsamkeit mangelt“.


Anmerkungen (Wikisource)

  1. bekannt unter dem Namen Pour le Mérite.