ADB:Hamernik, Josef

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Hamernik, Josef“ von Julius Pagel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 49 (1904), S. 747, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Hamernik,_Josef&oldid=- (Version vom 24. Mai 2019, 09:47 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Hamerling, Robert
Nächster>>>
Hammacher, Rudolf
Band 49 (1904), S. 747 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand August 2009, suchen)
GND-Nummer 122401441
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|49|747|747|Hamernik, Josef|Julius Pagel|ADB:Hamernik, Josef}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=122401441}}    

Hamernik: Josef H., Arzt und Professor der Medicin in Prag, geboren zu Patzau in Böhmen am 18. August 1810, studirte und promovirte 1836 in Prag mit einer lateinischen Abhandlung über die Lungenentzündung und ihre sowie der übrigen Lungenkrankheiten objective Zeichen, prakticirte zunächst seit 1838 in verschiedenen böhmischen Städten (Tabor, Budweis), übernahm 1841 die Stellung als Secundärarzt am allgemeinen Krankenhause in Prag unter Oppolzer, wurde 1845 Primärarzt der Abtheilung für Brustkranke, 1849 ordentlicher Professor der Medicin, 1858 jedoch aus politischen Gründen vom Ministerium Thun seiner Professur entsetzt, widmete sich seitdem ausschließlich der ärztlichen Praxis und starb am 22. Mai 1887. Hamernik’s Arbeiten rühren sämmtlich aus der Zeit vor seiner Absetzung her, da er seitdem litterarisch nicht mehr thätig war. Dagegen betheiligte er sich sehr lebhaft an der Politik, wobei er als fanatischer Czeche mehrfach im österreichischen Reichstage, dem er seit 1848 längere Zeit angehörte, hervortrat. In wissenschaftlicher Beziehung sind seine Verdienste um den Ausbau und die Erweiterung der physikalischen Diagnostik erwähnenswerth. Besonders pflegte er die Lehre von den Herzkrankheiten, über die er verschiedene Schriften veröffentlicht hat.

Biogr. Lex. hervorr. Aerzte, hrsg. von A. Hirsch u. E. Gurlt III, 38; VI, 841.