ADB:Hauer, Heinrich

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Hauer, Heinrich“ von Jakob Franck in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 11 (1880), S. 45, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Hauer,_Heinrich&oldid=2497809 (Version vom 15. Oktober 2018, 21:49 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Hauer, Johann
Band 11 (1880), S. 45 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Oktober 2013, suchen)
GND-Nummer 100352820
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|11|45|45|Hauer, Heinrich|Jakob Franck|ADB:Hauer, Heinrich}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=100352820}}    

Hauer: Heinrich H., sehr verdienter Taubstummenlehrer, wurde am 24. Februar 1763 zu Wegeleben, einer kleinen Landstadt bei Halberstadt, geboren, wo sein Vater früher Bedienter, dann Schullehrer war. Was eiserner Fleiß ohne alle Vorbildung vermag, davon gibt auch H. einen eben so schlagenden als ehrenvollen Beweis. Nachdem er nur einen höchst dürftigen Unterricht bei seinem Vater erhalten, wurde er zuerst Zimmermann und als solcher von Noth bedrängt griff er zur Feder und schrieb sein erstes Buch „Die Freuden der Kinderzucht“ (Quedlinb. 1804), das er der Königin Louise von Preußen dedicirte und vielen Beifall fand. H. erhielt nun durch deren Verwendung eine Schulstelle und wurde endlich Cantor zu Schadeleben; hier fing er zuerst an, Taubstumme zu unterrichten. Doch legte er diese Stelle 1827 nieder und zog nach Quedlinburg, wo er, theils aus eigenen Mitteln, theils durch Menschenfreunde unterstützt, eine Taubstummenanstalt errichtete, deren er sich mit einer Aufopferung und Begeisterung, wie man sie selten findet, widmete und deren Oberleitung ihm bis zu seinem Tode, den 9. März 1838, oblag.

Selbstbiographie (Quedlinb. 1836). Der Menschenfreund, Zeitschrift 1829, S. 97 ff. Hergang, Pädagog. Zeitschr. 1839, III, 39– 40.