ADB:Hirzel, Ludwig (Hebraist)

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Artikel „Hirzel, Ludwig“ von Gustav Moritz Redslob in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 12 (1880), S. 497–498, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Hirzel,_Ludwig_(Hebraist)&oldid=- (Version vom 18. Juli 2019, 05:11 Uhr UTC)
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Hirzel: Ludwig H., alttestamentlicher Exeget, geb. am 27. August 1801 zu Zürich, † am 13. April 1841. Er stammte aus der seit dem vorigen Jahrhundert im Kanton Zürich angesehenen Familie, aus welcher so manche Gelehrte und Staatsbeamte hervorgingen. Sein Vater, Heinrich H. (s. o. S. 493), Professor der Philosophie am Carolinum zu Zürich, ist als Schriftsteller bekannt. Er besuchte das Zürcher Gymnasium und später das Carolinum daselbst, wo er in eine freiere Richtung der Theologie eingeführt wurde. Auf deutschen Universitäten setzte er seine Studien, welche sich vornehmlich auf das alte Testament und einige morgenländische Sprachen richteten, fort und promovirte zum Doctor der Philosophie. Nach Zürich zurückgekehrt, wurde er hier 1823 Prediger und weiterhin Professor der hebräischen Sprache am Obergymnasium und Docent der Theologie am Carolinum. Bei der Stiftung der Züricher Universität im J. 1832 trat er zu dieser als außerordentlicher Professor der Theologie über. Die theologische Facultät zu Basel ertheilte ihm 1835 die theologische Doctorwürde. Er wurde auch in den Kantonsrath gewählt und wirkte hier in gemäßigt fortschrittlichem Sinne. Das Hauptwerk dieses schon im 40. Lebensjahres abberufenen besonnenen und umsichtigen Exegeten ist der als Bestandtheil des „Kurzgefaßten exegetischen Handbuchs zum alten Testament“ 1839 erschienene „Hiob-Commentar“, dessen 2. Aufl. 1852 von J. Olshausen, 3. Aufl. 1869 von A. Dillmann bearbeitet ist. Vorher erschienen zwei kleinere Schriften: „De Pentateuchi versionis Syriacae, [498] quam Peschito vocant, indole“, 1825; „De chaldaismi biblici origine et auctoritate“, 1830. Außerdem Abhandlungen in Zeitschriften.

Vgl. Neuer Nekrolog, Jahrg. XIX. II. 1275.