ADB:Hoinckhusen, Bertram Christian von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Hoinckhusen, Bertram Christian von“ von Ludwig Fromm in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 12 (1880), S. 710, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Hoinckhusen,_Bertram_Christian_von&oldid=- (Version vom 18. Juli 2019, 01:25 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Hojer, Konrad
Band 12 (1880), S. 710 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Bertram Christian von Hoinckhusen in der Wikipedia
GND-Nummer 118167553
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|12|710|710|Hoinckhusen, Bertram Christian von|Ludwig Fromm|ADB:Hoinckhusen, Bertram Christian von}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=118167553}}    

Hoinckhusen: Bertram Christian v. H., geboren zu Ratzeburg am 6. Juli 1651, besuchte das Gymnasium zu Lübeck 1665 und seit 1670 die Jesuitenschule zu Hildesheim, studirte alsdann 1673 zu Rostock, 1676 zu Leipzig Rechtswissenschaft und Mathematik. Nachdem er in Leipzig am 6. December 1677 disputirt, ging er 1678 nach Leyden, von hier 1679 nach England und alsdann längere Zeit auf die Universität Bourges. Nach längeren Reisen begab er sich nach Speyer zum Reichskammergericht, kehrte aber 1684 nach Mecklenburg zurück und wurde 1685 Referendar an der Justizkanzlei in Schwerin, 1691 Assessor, 1707 Vicepräsident des Land- und Hofgerichts, welches 1708 von Parchim nach Güstrow verlegt wurde. Am 18. September 1716 nobilitirt, starb er am 14. December 1722 zu Güstrow. – H. trieb mit besonderer Neigung mathematische Studien, und von ihm ist – eine Frucht 35jähriger Arbeit – die erste Landkarte von Mecklenburg verfaßt, welche aus einer General- und 22 Specialkarten (die einzelnen Aemter enthaltend) bestand. Ein statistisch-topographisches Verzeichniß der Herzogthümer war bei seinem Tode nicht ganz vollendet.

Johann Heinrich v. H., sein Sohn, geboren um 1700 zu Schwerin, lebte nach absolvirten Universitätsstudien als Privatmann in Güstrow, wo er sich ausschließlich mit Forschungen in der mecklenburgischen Geschichte, Genealogie und Heraldik beschäftigte. Bei seinem wahrscheinlich im J. 1746 erfolgten Tode hinterließ er 20 Genealogien lebender Familien fertig, 85 in der Ausarbeitung und ungefähr 110 in der Vorbereitung, außerdem das Manuscript einer „Geschichte der Herzoge von Mecklenburg“ und ein „Mecklenburgisches Wappenbuch des alten und angesessenen Adels“.

Lisch, Meckl. Jahrb. XXIX. S. 29, 33. Annal. litter. Meckl. 1722, S. 30. Mecklenb. Gel.-Lex. 1729, S. 55.