ADB:Horst, Wilhelm Freiherr von der

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Artikel „Horst, Wilhelm Freiherr von der“ von Bernhard von Poten in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 13 (1881), S. 162, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Horst,_Wilhelm_Freiherr_von_der&oldid=- (Version vom 14. Juli 2020, 17:33 Uhr UTC)
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Horst: Wilhelm Freiherr von der H., preußischer Generallieutenant, wurde am 18. October 1786 zu Köslin in Pommern geboren, trat im Jahre 1800 zunächst beim Feldjägerregiment in den Dienst, focht als Kornet im Husarenregiment Herzog Eugen von Würtemberg bei Auerstädt, entzog sich, nach der Schlacht als Ordonnanzoffizier zum Fürsten Hohenlohe commandirt, dessen Capitulation, gelangte glücklich nach Kolberg, wo er unter Schill Dienste nahm, machte im J. 1809 dessen unglücklichen Zug von Berlin nach Stralsund mit und nahm am 8. Mai 1812 seinen Abschied, um nicht für Frankreich kämpfen zu müssen. Bald darauf trat er in das Husarenregiment der russisch-deutschen Legion, nahm mit dieser an den Feldzügen von 1813 und 1814 im nördlichen Deutschland, in Holstein und in den Niederlanden Theil, namentlich bei der Göhrde sich auszeichnend, wo er mit seiner Schwadron ein Carré sprengte, und kehrte nach Friedensschluß, als die Legion in preußische Dienste übernommen wurde, unter die Fahnen seines Heimathlandes zurück. Sein Regiment wurde das 8. Ulanenregiment und H. erhielt eine Schwadron in demselben, mit welcher er in dem kurzen Feldzuge des J. 1815 mehrfach Gelegenheit fand, sich hervorzuthun. In verschiedenen Dienstesstellungen zum Commandeur der 16. Cavalleriebrigade in Trier aufgestiegen, veranlaßten ihn die Ereignisse des J. 1848 den Abschied zu nehmen. Er starb am 26. Januar 1874 zu Bückeburg, eine bedeutende Persönlichkeit, deren Wirken über die Grenzen seiner eigentlichen Sphäre Einfluß äußerte. Ohne größere Werke zu schreiben, war er mehrfach litterarisch thätig.

v. Schaumburg, General-Lieutenant W. v. d. H., Berlin 1875.