ADB:Horst, Ulrich Freiherr von der

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Artikel „Horst, Ulrich Freiherr von der“ von Bernhard von Poten in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 13 (1881), S. 163, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Horst,_Ulrich_Freiherr_von_der&oldid=- (Version vom 20. Oktober 2019, 14:11 Uhr UTC)
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Horst: Ulrich Freiherr von der H., schleswig-holsteinischer Generalmajor, jüngerer Bruder Wilhelms Frhr. v. d. H., geb. am 16. November 1793, trat, nachdem er sechs Jahre in preußischen Diensten gestanden, im November 1812 gleichfalls in die russisch-deutsche Legion, an deren Feldzuge er als Adjutant der 1. Infanteriebrigade Theil nahm, trat dann in preußische Dienste zurück und ward 1846 Commandeur des 19. Infanterieregiments in Posen, aber schon im folgenden Jahre aus Gründen, welche in seinen persönlichen Verhältnissen ihren Ursprung hatten, mit Pension zur Disposition gestellt. Als im Frühjahr 1850 Preußen seine Offiziere aus Schleswig-Holstein zurückberief, stellte H. sich der dortigen Statthalterschaft zur Verfügung, übernahm zunächst die Inspection des Jägercorps und dann das Commando der 3. Infanteriebrigade. Mit dieser hatte er an der Schlacht bei Idstedt ruhmvollen Antheil; er durchbrach die dänische Schlachtlinie und nahm das Dorf Oberstolk, aber die Oberleitung wußte die von ihm errungenen Vortheile nicht auszunutzen und es ging die durch ihn großentheils gewonnene Schlacht verloren. Als Willisen, mit welchem er wenig übereinstimmte, am 7. December den Oberbefehl niedergelegt hatte, wurde H. von der Statthalterschaft an seine Stelle berufen, aber die politischen Verhältnisse verstatteten ihm keine kriegerischen Leistungen mehr, es war ihm nur vorbehalten, die Armee aufzulösen. Im Jahr 1856 verlieh ihm der deutsche Bund eine Pension. Er starb am 9. Mai 1867 zu Braunschweig. Ueber die Schlacht bei Idstedt hat er eine 1852 zu Berlin erschienene Schrift veröffentlicht.