ADB:Hulsius, Levin

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Hulsius, Levin“ von Georg Wolfgang Karl Lochner in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 13 (1881), S. 335, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Hulsius,_Levin&oldid=- (Version vom 7. Juli 2020, 13:26 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Hulsius, Heinrich
Nächster>>>
Hülsmann, Jakob
Band 13 (1881), S. 335 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Levinus Hulsius in der Wikipedia
GND-Nummer 117056235
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|13|335|335|Hulsius, Levin|Georg Wolfgang Karl Lochner|ADB:Hulsius, Levin}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=117056235}}    

Hulsius: Levin H., gebürtig aus Gent in Flandern, kommt 1590 in Nürnberg zum Vorschein, wo er anfangs als Sprachlehrer auftrat, dann Notarius publicus wurde, auch eine Buchdruckerei betrieb, 1602 aber diese Stadt verließ, und nachdem er, in Verfolgung buchhändlerischer Zwecke, anderthalb Jahre sich in Holland und England aufgehalten hatte, zuletzt in Frankfurt a. M. 1606 starb. Daß er ein Buchdrucker gewesen, steht fest, aber er unterscheidet sich insofern von den andern dieses Namens, daß er sich des Druckes hauptsächlich für die Erzeugnisse seiner eigenen Feder bediente. Und zwar sind diese der mannigfachsten, durch kein inneres Band verknüpften Art. Beschreibungen von Ländern, von denen er nur gehört hatte, Biographien von den ersten zwölf römischen Kaisern, dann wieder Biographien aller römischen Kaiser bis auf Rudolf II. stehen in keinem Zusammenhangr mit den Schriften über Mechanik, den Gebrauch des Quadranten und ähnliche Gegenstände, die seine eigentliche Liebhaberei gewesen sein mögen. Denn mit dem Plane eines solchen auf 15 Theile berechneten Werkes, das eine Beschreibung aller damals bekannten mathematischen und mechanischen Instrumente enthalten sollte, ging er um, brachte es aber nur bis auf vier. Sein Hauptverdienst bleibt aber, der erste gewesen zu sein, der ein französisch-deutsches und deutsch-französisches Wörterbuch 1600, 8. herausgab, das wiederholte Auflagen erlebte, sowie auch ein desgleichen für das Italienische, was aber so wie seine italienische Grammatik erst nach seinem Tode erschienen sein mag.

S. Will’s Gel.-Lexikon und die Fortsetzung von Nopitsch, wo ein Verzeichniß seiner Schriften zu finden.