ADB:Humann, Johann Jacob

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Artikel „Humann, Johann Jacob“ von Franz Heinrich Reusch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 13 (1881), S. 338, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Humann,_Johann_Jacob&oldid=- (Version vom 11. Juli 2020, 21:17 Uhr UTC)
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Humann: Johann Jacob H., Bischof von Mainz, geb. am 7. Mai 1771 zu Straßburg, † am 20. August 1834 zu Mainz. Er erhielt seine erste Bildung 1782–87 in dem königlichen Colleg seiner Vaterstadt, trat 1790 in das dortige Priesterseminar ein, ging nach dessen Aufhebung mit dem Fürstbischof Rohan nach Ettenheim-Münster und wurde 1796 zu Bruchsal zum Priester geweiht. Nachdem er einige Jahre in Franken und am Rhein in der Seelsorge, eine Zeit lang zu Frankfurt als Hauslehrer thätig gewesen, ernannte ihn der Bischof Colmar von Mainz, dessen volles Vertrauen er genoß, 1802 zu seinem Secretär, 1803 zum Domherrn, 1806 zum Generalvicar. Nach dem Tode Colmars war er 1819–30 Bisthumsverweser. Ein ihm angebotenes französisches Bisthum schlug er aus (sein Bruder war unter Ludwig Philipp wiederholt Minister). Bei der Reorganisation des Bisthums Mainz im Jahre 1830 wurde H. Domdecan. Nachdem der am 12. Januar 1830 eingesetzte Bischof Vitus Burg schon am 22. Mai 1833 gestorben war, wurde H. am 15. Juli zu seinem Nachfolger gewählt, am 20. Januar 1834 präconisirt und am 8. Juni durch den Bischof von Fulda consecrirt. Er stand der Diöcese, in der er so lange segensreich gewirkt hatte, nur wenige Wochen als Bischof vor. Ein „Lehr- und Gebetbuch für katholische Christen“, welches H. auf Veranlassung Colmars verfaßte, erlebte eine Reihe von Auflagen. 1836 wurden Predigten von ihm von „Freunden und Verehrern des Verewigten“ mit einer Biographie desselben herausgegeben. Rheinwald’s Repertorium, X. 91.