ADB:Illing, Karl Christian

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Illing, Karl Christian“ von Franz Schnorr von Carolsfeld in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 14 (1881), S. 27, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Illing,_Karl_Christian&oldid=- (Version vom 17. Juli 2019, 21:02 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Illiger, Karl
Band 14 (1881), S. 27 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand August 2010, suchen)
GND-Nummer 136221521
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|14|27|27|Illing, Karl Christian|Franz Schnorr von Carolsfeld|ADB:Illing, Karl Christian}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=136221521}}    

Illing: Karl Christian I., Verfasser arithmetischer und handelswissenschaftlicher Schriften, geb. am 28. Februar 1747 zu Gleisberg bei Roßwein, † am 8. März 1814 zu Dresden. Sein Vater, Georg Rudolf I., früher Feldprediger, lebte bis 1750 als Pfarrer in Gleisberg und ward dann nach Neustadt bei Stolpen versetzt. Nachdem I. seinen ersten Unterricht von verschiedenen Hauslehrern empfangen hatte, erlernte er in Dresden die Kaufmannschaft, indem er hier von 1762 an sechs Jahre als Lehrling und ein Jahr als Handlungsdiener verlebte. In der nächstfolgenden Zeit besuchte er die Städte Leipzig, Magdeburg und Hamburg. Ein Jahr lang fungirte er als Einnehmer und Rechnungsführer bei dem General-Lotto-Comptoir in Altona; darauf etablirte er sich 1775 in Ortrand; 1779 nahm er eine Anstellung als Proviant-Officiant bei dem Magazindepot zu Penig an. Im J. 1786 jedoch ließ er sich in Dresden nieder, um hier fortan dauernd als Lehrer der Arithmetik und Handlungswissenschaften thätig zu sein. Vom J. 1788 an gab er für die genannten Fächer zahlreiche praktische Lehrbücher heraus, unter welchen das umfassendste ist die in 7 Theilen (Pirna 1804–11) erschienene Schrift: „Der Kaufmann in seinem Wirkungskreise; ein Handbuch für Herren, Diener, Lehrlinge“. Die Acten einer Untersuchung, in welche er 1793 gerieth, weil er einige Loose einer nichtconcessionirten, außersächsischen Waarenlotterie, die er für Bücher an Zahlungsstatt empfangen, verwerthet hatte (Rathsarchiv zu Dresden), ergeben als erwähnenswerth nur, daß er auch Schreibunterricht ertheilte und mit Frau und Kindern in dürftigen Verhältnissen lebte.

J. G. A. Kläbe[WS 1], Neuestes gelehrtes Dresden, Leipz. 1796, S. 71 f. Meusel, Gelehrtes Teutschland, Bd. III etc. H. J. G. Haymann[WS 2], Dresdens Schriftsteller und Künstler, Dresden 1809, S. 219. Allgemeine Litteraturzeitung vom J. 1819, Bd. II, Halle u. Leipz. 1819, Sp. 542 f.


Anmerkungen (Wikisource)

  1. Johann Gottlieb August Kläbe (1766–1802), Buchhalter, Geograph, Wirtschaftsautor
  2. Christoph Johann Gottfried Haymann (1738–1806), Lehrer