ADB:Jüngken, Johann Helferich

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Artikel „Jüngken, Johann Helferich“ von Wilhelm Stricker in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 14 (1881), S. 726–727, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:J%C3%BCngken,_Johann_Helferich&oldid=- (Version vom 8. Dezember 2021, 14:56 Uhr UTC)
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Jüngken: Johann Helfrich J., geb. den 19. Decbr. 1648 in Caldern bei Marburg, beerdigt am 7. Januar 1726 zu Frankfurt. Er studirte zuerst Theologie, dann Medicin zu Marburg und Gießen und promovirte 1672 zu Heidelberg. Von der Zeit an führte er viele Jahre ein herumziehendes Leben. 1672 wurde er Arzt zu Murten in der Schweiz und erhielt 1675 den Titel als herzogl. Pfalz-Birkenfeld’scher Hofarzt, 1677 zog er von Murten weg und wurde Physicus zu Weiblingen und Leibarzt der Gemahlin des Pfalzgrafen von Veldenz und des Grafen Wittgenstein. Unter die Frankfurter Aerzte wurde er am 1. Octbr. 1679 aufgenommen, aber schon 1681 vom Grafen Truchseß als Amtsarzt zu Lohr angestellt. 1682 begleitete er als Reisearzt den kaiserlichen Gesandten Grafen Hohenlohe. 1683 wurde er Stadtarzt zu Speyer und Leibarzt des Grafen zu Erbach, 1686 Physicus zu Mosbach am Neckar. Erst 1689 zog er dauernd nach Frankfurt, wurde 1690 Garnisonsarzt, 1693 Hospitalarzt, 1695 Physicus. Er führte die Titel eines Leibarztes des Landgrafen von Hessen-Homburg, des Grafen von Isenburg-Offenbach, des Grafen von Stolberg-Gedern und als Mitglied der Leopold.-Karolin. Akademie der Naturforscher den Namen Apollonius. J. war ein ungemein fruchtbarer Schriftsteller. Seine medicinischen, chirurgischen, geburtshülflichen, chemischen, pharmaceutischen und [727] balneologischen Schriften, theilweise in populärer Haltung und in lateinischer und deutscher Sprache verfaßt, waren zu ihrer Zeit sehr beliebt und haben meist viele Auflagen erlebt, ohne daß sie von irgend hervorragender Bedeutung wären.

Jöcher. Stricker, Gesch. der Heilkunde in Frankf., 1847, S. 288.