ADB:Johann Ernst (Graf von Nassau-Weilburg)

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Artikel „Johann Ernst (Graf von Nassau-Weilburg)“ von Ernst Joachim in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 14 (1881), S. 272–273, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Johann_Ernst_(Graf_von_Nassau-Weilburg)&oldid=- (Version vom 12. August 2020, 22:20 Uhr UTC)
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Johann Ernst von Nassau-Weilburg, geb. den 13. Juni 1664. Ist zu erwähnen wegen der Annahme der dem Hause Nassau-Saarbrücken, also auch seinen Stammesagnaten von Idstein und Usingen, im J. 1668 vom Kaiser erneuerten [273] Fürstenwürde (vgl. Johann I. von Nassau-Weilburg). Er bewegte sich meistens in den Diensten des Kaisers und des Kurfürsten von der Pfalz, befehligte 1703 die Reichsarmee am Rhein, wurde kaiserlicher Generalfeldmarschall und Commandeur der kurpfälzischen und sämmtlichen oberrheinischen Kreistruppen und bekleidete noch außerdem mehrere andere hohe Stellungen meist militärischen Charakters. 1705 löste er das seit 1648 an das Haus Nassau-Hadamar verpfändet gewesene Gericht Neunkirchen ein. Außerdem betrieb er eifrig die Erweiterung und Verschönerung seines Residenzschlosses Weilburg. Er starb den 27. Febr. 1719 zu Heidelberg und hinterließ die Regierung seinem ihm von der Maria Polyxena geb. von Leiningen-Hartenberg am 18. Septbr. 1685 geborenen Sohne Karl August.

J. G. Hagelgans, Nass. Geschlechtstafel des Walram. Stammes. C. D. Vogel, Beschreibung des Herzogth. Nassau, 1848.