ADB:Kausler, Franz Georg Friedrich von

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Artikel „Kausler, Franz Georg Friedrich von“ von August Wintterlin in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 15 (1882), S. 509–510, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kausler,_Franz_Georg_Friedrich_von&oldid=- (Version vom 17. Juni 2019, 11:23 Uhr UTC)
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Kausler: Franz Georg Friedrich (v.) K., Militärschriftsteller, geb. den 28. Febr. 1794 zu Stuttgart, † den 10. Decbr. 1848 in Karlsruhe, war der Sohn des Professors der Mathematik an der hohen Karlsschule, Christoph Friedrich K. Er erhielt seine Ausbildung in dem königl. Militärinstitute zu Stuttgart und wurde im J. 1811 zum Seconde-Lieutenant der Artillerie ernannt. Aus den Feldzügen der Württemberger von 1812–15 brachte er den Ruf eines tapferen und umsichtigen Offiziers nach Hause. Schon im J. 1816 rückte er zum Hauptmann vor, trat 1823 in den Generalquartiermeisterstab über und leistete, dort bis zum Oberst aufsteigend, namentlich in dem Nebenberufe als Lehrer an der königl. Kriegsschule zu Ludwigsburg vorzügliche Dienste. Im J. 1843 wurde er in Ruhestand versetzt und siedelte nach Karlsruhe über. K. war ein Mann von ungewöhnlich rührigem Geiste, vielseitiger Bildung und eisernem Fleiße. Als fruchtbarer Militärschriftsteller übte er einen großen Einfluß [510] auf die Offiziersbildung seiner Zeit aus. Er wußte durch weitreichende Verbindungen überraschend viel Material für seine Arbeiten zusammenzubringen und besaß eine große Gewandtheit in handlicher Zurichtung desselben für Lehr- und Lernzwecke. Die königl. schwedische Militärakademie zu Stockholm ernannte ihn zu ihrem Mitgliede. Seine Hauptwerke sind: „Darstellung der militärischen Begebenheiten oder historische Versuche über die Feldzüge von 1799–1814. Aus dem Französischen des Generallieut. Graf Matthieu Dumas, mit Noten und Zusätzen vermehrt“, Bd. I–V, Stuttg. und Tüb. 1820–25; „Theorie des höheren Offiziers“, Leipz. 1821; „Wörterbuch der Schlachten, Belagerungen und Treffen aller Völker“, Bd. I–IV, Ulm 1825–33; „Versuch einer Kriegsgeschichte aller Völker“, Bd. I–IV, Ulm 1825–30 (geht nur bis zum Ende des 15. Jahrhunderts). Hiezu: „Atlas der alten Welt“, Ulm 1826, Fol. und „Synchronistische Uebersicht der Kriegsgeschichte und ihrer gleichzeitigen Quellen“ (in 4 Abtheilungen), Ulm 1825–30, Fol.; „Napoleons Grundsätze, Ansichten und Aeußerungen über Kriegskunst, Kriegsgeschichte und Kriegswesen“, Thl. I. II, Leipz. 1827; „Atlas der merkwürdigsten Schlachten, Treffen und Belagerungen der alten, mittleren und neueren Zeit in 200 Blättern, nach den besten Quellen unter Mithülfe der Abtheilung des topogr. Corps des k. würtemberg. General-Quartiermeister-Stabs umgearbeitet“, 1 Bd. in 4° Text, deutsch und französisch und 1 Bd. Karten qu. Fol., Karlsruhe und Freiburg 1831–37; „Versuch einer militärischen Recognoscirung des ges. Gebietes der Donau von ihren Quellen bis zu ihrem Einflusse in das schwarze Meer. Aus dem Mémorial topogr. frei bearb.“, Bd. I (u. einz.), Freib. 1835. „Das Leben des Prinzen Eugen von Savoyen – – mit Noten von dem – – Grafen v. Bismarck“ (vgl. Bd. II, S. 678 ff.), Bd. I. II, Freib. 1838–39; K. und J. E. Wörl: Die Kriege von 1792–1815 in Europa und Aegypten in gedräugter Darstellung“, 28 Lieffg. in gr. 4°, Karlsr. und Freib. 1840–42. – Mit L. v. Breithaupt leitete K. die Zeitschrift für Kriegswissenschaft, herausgegeben von einer Gesellschaft süddeutscher Offiziere, Jahrg. 1–3, Stuttg., später Ludwigsb. 1819–22 u. Neue Folge Bd. I (u. einz.), Stuttg. 1823–24.

Vgl. v. Troschke, Die Militär-Litteratur seit den Befreiungskriegen, S. 69 u. ö.; J. v. H.(ardegg), Anleitung zum Studium der Kriegsgeschichte. Thl. I, S. 18.