ADB:Koch, Erduin Julius

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Artikel „Koch, Erduin Julius“ von Wilhelm Scherer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 16 (1882), S. 375, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Koch,_Erduin_Julius&oldid=- (Version vom 18. Juni 2019, 15:22 Uhr UTC)
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Band 16 (1882), S. 375 (Quelle).
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Koch: Erduin Julius K., Litterarhistoriker. Geb. zu Loburg im Magdeburgischen am 13. Juni 1764, Lehrer am Pädagogium der Realschule zu Berlin seit 1786, dann 1790 zugleich Prediger in Stralau, seit 1793 Prediger an der Marienkirche in Berlin. Aber wegen unwürdigen Lebenswandels mußte er 1815 seines Amtes entsetzt werden; doch machte man einen Versuch, ihn an der Breslauer Bibliothek zu verwenden. Seine Neigung zum Trunk erwies sich als unüberwindlich. Er wurde in das Landarmenhaus zu Creuzburg aufgenommen, wo er erst am 21. Decbr. 1834 starb. Sein „Compendium der deutschen Litteraturgeschichte“ (erster Band 1790, zweite Ausgabe 1795; zweiter Band 1798) war der erste Versuch, das bis dahin angewachsene ungeordnete Material von den ältesten Zeiten bis auf Lessing’s Tod vollständig zu verzeichnen und in eine vorläufige Ordnung zu bringen. K. gab eine chronologische Uebersicht, wobei die Jahre 768, 1137, 1347, 1519 als Haupteinschnitte genommen wurden, und führte dann auf die Dichtungsarten vertheilt alle ihm bekannten Produkte der deutschen Poesie auf. Er gab allerdings nur die Titel und biographischen Daten über die Verfasser; aber auch so lieferte er ein nützliches Hülfsmittel des Studiums, das fürs 16. und 17. Jahrhundert lange unentbehrlich war und erst durch Goedeke’s „Grundriß“ ersetzt wurde.

Hoffmann von Fallersleben und Gustav Freytag im Weimarischen Jahrbuch Bd. 1, S. 58–72.