ADB:Kopp, Karl Philipp

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Artikel „Kopp, Karl Philipp“ von Theodor Ilgen in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 16 (1882), S. 690, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kopp,_Karl_Philipp&oldid=- (Version vom 18. September 2019, 10:10 Uhr UTC)
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Kopp: Karl Philipp K., Sohn von Joh. Adam K. (s. o.), geb. am 16. April 1728, † am 6. Oct. 1777 als hessen-kasselscher geheimer Rath und Oberappellationsgerichtsdirector. Er studirte zu Marburg, wo er auch die juristische Doctorwürde erlangte, war dann in Wetzlar und Regensburg thätig und wurde von hier aus auf die Fürsprache des hessischen Reichstagsgesandten v. Wülcknitz hin zum Regierungsassessor in Kassel befördert. Eine Reise nach Wien verschaffte ihm den persönlichen Verkehr des auch mit seinem Vater befreundet gewesenen Reichshofrathes v. Senckenberg. Beim Beginn des siebenjährigen Krieges begleitete er den Generallieutenant v. Donop auf dessen diplomatischer Sendung nach Berlin. Von hier zurückgekehrt, arbeitete er in verschiedenen Abtheilungen der Regierung, wurde zum Oberappellationsgerichtsrath, gleichzeitig auch zum Director des Steuercollegiums und zum Referenten im geheimen Ministerium ernannt und rückte schließlich in die eingangs angeführte Stellung auf. Daneben verdient noch seine Theilnahme an der Direction des Colonialwesens und der Handelscompagnie zu Karlshafen hervorgehoben zu werden. Trotz dieser angestrengten praktischen Wirksamkeit ist er auch noch in späteren Jahren schriftstellerisch thätig gewesen. 1769 und 1770 erschien seine „Ausführliche Nachricht von der älteren und neueren Verfassung der Geistlichen- und Civil-Gerichte in den Fürstl. Hess.-Kass. Landen“ in zwei Theilen. Bereits 1752 hatte er die Herausgabe der von seinem Vater vorbereiteten „Historischen Nachricht von denen Herren zu Itter“ besorgt. Eine unvollendet gebliebene Abhandlung über die heimlichen Gerichte in Westfalen wurde von seinem Sohne Ulrich Friedrich 1794 zum Druck gebracht.

Strieder, Grundlage zu einer Hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, VII.