ADB:Lederlin, Johann Heinrich

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Artikel „Lederlin, Johann Heinrich“ von B. in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 18 (1883), S. 116–117, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Lederlin,_Johann_Heinrich&oldid=- (Version vom 21. November 2019, 10:31 Uhr UTC)
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Lederlin: Johann Heinrich L., Philolog, geboren in Straßburg am 18. Juli 1672 als Sohn eines Schneiders, besuchte mit Unterstützung eines Gönners, des Bürgermeisters Joh. Leonhard Fröreisen, von October 1683 an das Gymnasium, von Ostern 1690 an die Universität seiner Vaterstadt. Von 1695 an war er als Vicar am oberen Gymnasium thätig, gab aber diese Stellung bald wieder auf, um sich auf Rath und mit Unterstützung Ulrich Obrecht’s der akademischen Laufbahn zu widmen. Gegen Ende des Jahres 1702 wurde ihm, während er auf einer wissenschaftlichen Reise nach Holland und Paris begriffen war, ein Canonicat bei St. Thomas verliehen; bald nach seiner Heimkehr, am 7. März 1703, eröffnete er mit einer Rede „De mutuis hebraeae graecaeque linguae subsidiis“ seine Lehrthätigkeit als Professor der griechischen und hebräischen Sprache, die er bis zu seinem am 3. Septbr. 1737 erfolgten Tode mit großer Gewissenhaftigkeit fortgeführt hat. Außer einer Anzahl meist auf einzelne Stellen des alten und des neuen Testamentes bezüglicher Programme hat er Ausgaben des Onomastikon des Julius Pollux (in Gemeinschaft mit Tib. Hemsterhuis, Amsterdam 1706) und der Varia historia des Aelian (Straßburg 1713) mit eigenen und fremden Anmerkungen besorgt, auch zwei Arbeiten älterer französischer Gelehrter, des Fr. Vigerus De praecipuis graecae dictionis idiotismis [117] (Straßburg 1709) und des B. Brissonius De regio Persarum principatu (ebend. 1710) wieder abdrucken lassen.

Vgl. Th. Ch. Harles, De vitis philologorum nostra aetate clarissimorum Vol. III (Bremen 1768), S. 1 ff.
B.