ADB:Lorsbach, Georg Wilhelm

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Lorsbach, Georg Wilhelm“ von Georg Christian Bernhard Pünjer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 19 (1884), S. 203, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Lorsbach,_Georg_Wilhelm&oldid=- (Version vom 16. Oktober 2019, 00:13 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Lortzing, Albert
Band 19 (1884), S. 203 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand August 2011, suchen)
GND-Nummer 119140004
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|19|203|203|Lorsbach, Georg Wilhelm|Georg Christian Bernhard Pünjer|ADB:Lorsbach, Georg Wilhelm}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=119140004}}    

Lorsbach: Georg Wilhelm L., ward geb. den 29. Febr. 1752 zu Dillenburg, wo sein Vater als fürstl. nassauischer Geh. Justizrath und Kanzleidirector lebte. Auf dem Gymnasium seiner Vaterstadt vorgebildet, bezog L. 1768 die Universität Herborn, wo er sich theologischen Studien widmete, jedoch mit besonderer Bevorzugung der orientalischen Sprachen. Ihretwegen ging er 1771 nach Göttingen, wo besonders Michaelis auf ihn einwirkte, doch kehrte er wegen Krankheit bereits 1773 nach Herborn zurück. Nach Beendigung der akademischen Studien lebte L., mit wissenschaftlichen Arbeiten verschiedener Art beschäftigt, vier Jahre lang im elterlichen Hause und entschloß sich nach längerer Ueberlegung in den geistlichen Stand einzutreten. Dennoch übernahm er 1778 das Rectorat der Schule zu Siegen, 1786 dasjenige des Gymnasiums zu Dillenburg und ging 1791 als Rector ans Gymnasium zu Herborn. Hier wirkte L. zugleich als Professor der orientalischen Sprachen an der Universität und legte 1792, als ihm auch historische und exegetische Vorlesungen übertragen wurden, sein Schulamt nieder. 1793 ward er ord. Professor der Theologie, später Consistorialrath, siedelte 1812 als ordentlicher Professor der orientalischen Sprachen nach Jena über und wirkte hier bis zu seinem Tode den 30. März 1816. Von seinen Schriften ist die wichtigste: „Neue Beiträge zu den Apokryphen des Neuen Testaments, aus den heiligen Schriften der Zabier oder St. Johannisjünger“, Marburg 1807.

Im Uebrigen vgl. Döring, Die gel. Theol. Deutschlands.