ADB:Mauch, Karl Friedrich Eduard

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Artikel „Mauch, Karl Friedrich Eduard“ von August Wintterlin in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 20 (1884), S. 686, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Mauch,_Karl_Friedrich_Eduard&oldid=- (Version vom 21. Oktober 2019, 22:58 Uhr UTC)
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Band 20 (1884), S. 686 (Quelle).
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Mauch: Karl Friedrich Eduard M., Zeichenlehrer, Kupferstecher, Lithograph und Kunstschriftsteller, geb. den 7. März 1800 in Geislingen, † den 21. Febr. 1874 zu Ulm, ein Bruder des vorgenannten Architecten Joh. Matth. M., erhielt seine Vorbildung in Ulm und Stuttgart und folgte dann seinem Bruder nach Berlin. Dort fand er neben der Arbeit auch Gelegenheit, in den verschiedenen Kunstanstalten sich weiter zu bilden. Wie sein Bruder wurde auch er besonders von Schinkel geschätzt und verwendet. Zu dessen Sammlung architektonischer Entwürfe stach M. mehrere Blätter. Im J. 1828 erhielt er, eben im Begriff eine Stelle an der polytechnischen Schule zu Zerbst anzunehmen – daraus die falsche Notiz bei Nagler, N. a. K. Lex. Bd. 8, S. 463 – einen Ruf als Lehrer (später mit dem Titel Professor) des Freihand- und Architecturzeichnens nach Ulm. In dieser Stellung trotz mehrerer verlockender Anträge von auswärts verharrend, lehrte er an den verschiedenen Schulanstalten dieser Stadt bis zum Jahre 1864, in welchem er in den Ruhestand trat, mit großer Anerkennung. Daneben war er unermüdlich thätig für die Erhaltung des Münsters und der anderen Denkmäler jeder Art in Ulm, indem er durch Erforschung ihrer Geschichte für ihr Verständniß, durch bildliche Darstellungen für ihre Werthschätzung und mit allzeit schlagfertiger Rede und Schrift gegen ihre weitere Zerstörung zu wirken suchte. Eine Hauptstätte seiner Thätigkeit war der Verein für Kunst und Alterthum in Ulm und Oberschwaben, den er (im J. 1842) begründen half; in den „Verhandlungen“ desselben finden sich viele Beiträge zur Kunstgeschichte von Ulm nebst Zeichnungen von seiner Hand. Auch das Kunstblatt (Beilage zum Morgenblatt) und später das Deutsche Kunstblatt, das Organ für christliche Kunst, sowie die größeren württembergischen Zeitungen hatten an ihm einen fleißigen Mitarbeiter insbesondere im Interesse der Ulmer Münsterrestauration. Mit Karl Grüneisen (vgl. Bd. X, S. 36 und 37) zusammen gab er heraus: „Ulms Kunstleben im Mittelalter. Ein Beitrag zur Culturgeschichte von Schwaben.“ Ulm 1840; für sich allein: „Die Baugeschichte der Stadt Ulm und ihres Münsters bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts.“ Ulm 1864.