ADB:Meibom, Heinrich (Historiker)

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Artikel „Meibom, Heinrich“ von Viktor von Meibom in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 21 (1885), S. 187, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Meibom,_Heinrich_(Historiker)&oldid=- (Version vom 25. Mai 2019, 21:44 Uhr UTC)
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Meibom: Heinrich M. (Meibaum, Meybaum), Historiker und lat. Dichter, geb. zu Lemgo 1555, † zu Helmstedt 1625. Er wurde 1580 Magister der Phil., erhielt 1583 die Professur der Dichtkunst und 1596 daneben die Professur der Geschichte in Helmstedt. K. Rudolf II. krönte ihn 1590 zu Prag eigenhändig als poeta laureatus. Seine lateinischen Gedichte sind theils geistliche, theils weltliche. Eine Sammlung der erstern gab 1665 sein Enkel Heinrich heraus. Unter seinen weltlichen Gedichten (Parodiae Horatianae, Anacreon latinus, Centones) befinden sich einzelne durch zarte Empfindung und feinen Formensinn ausgezeichnete, z. B das von Ed. Mörike übertragene, „An den Schlaf“. Seine Thätigkeit als Historiker, größtentheils der niedersächsischen Geschichte zugewendet, bestand vorzugsweise in der Aufsuchung und Veröffentlichung neuer Geschichtsquellen. Das Programm derselben enthält ein Catalogus von 1600. Ein Verzeichniß seiner Publicationen steht vor seinen 1660 durch seinen Enkel Heinrich herausgegebenen Opuscula. Mehrere seiner Arbeiten wurden nach seinem Tode durch seinen Sohn und Enkel, durch Schrader und Leuckfeld herausgegeben. Seine Correspondenz in der königl. Bibliothek zu Hannover.

Boissard, Icones. Freher, Theatrum. Biographie von J. G. Leuckfeld. 1720.