ADB:Meichel, Joachim

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Artikel „Meichel, Joachim“ von Georg Westermayer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 21 (1885), S. 548, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Meichel,_Joachim&oldid=- (Version vom 25. Juni 2019, 08:30 Uhr UTC)
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Meychel: Joachim M., Dichter und Uebersetzer, geboren zu Braunau am Inn um das Jahr 1590 als Sohn eines deutschen Schulmeisters, studirte zu München und Dillingen, fand 1614 eine Stelle als Präceptor der jüngern Klosterbrüder zu Weihenstephan und wurde um das Jahr 1623 als kurfürstlicher Geheimschreiber (Sermo Electori ab epistolis) an den Hof zu München berufen, in welcher Stellung er auch bis zu seinem am 14. August 1637 erfolgten Tode verblieb. Deutsche Verse von ihm sind enthalten in dem Werklein: Templa Brunoviensia 1614, neu aufgelegt München 1673, sowie in dem Gebetbuche „Geistliche Angelica oder Seelen Wurtz“, München 1628. Auch übertrug er, wetteifernd mit Johannes Kuen (vgl. Bd. 17 S. 375) Balde’s Agathyrsus in deutsche Reime. Am meisten bekannt machte er sich als Uebersetzer der Schriften des Hofpredigers Jeremias Drexelius (Bd. 5 S. 386), welcher in einer Anmerkung zum deutschen „Trismegistus“ München 1626, erklärt, daß er Meychels „Version vnd Dolmetschung alleinig für die seine vnd wahre erkennet“, also dieselbe, was damals noch selten vorkommen mochte, förmlich autorisirt.

Kobolt’s Gelehrtenlexikon, Nachträge S. 204. 376.