ADB:Meyer-Schauensee, Ludwig

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Artikel „Meyer von Schauensee, Ludwig“ von Placid Meyer von Schauensee in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 21 (1885), S. 631, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Meyer-Schauensee,_Ludwig&oldid=- (Version vom 22. September 2019, 04:20 Uhr UTC)
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Meyer von Schauensee: Ludwig M. in Luzern; geb. am 7. Octbr. 1770, † am 18. April 1820; war ein Bruderssohn des Protonotars und Componisten Franz Joseph Leonz (s. d.), geb. in der ehemaligen Johannitercomthurei Toebl im Thurgau, der sein Vater Xaver 1770 als Verwalter vorstand. Als zweiter Sohn der Familie dem geistlichen Stande bestimmt, 1785–1798 als Wartner des adeligen Stifts Münster[WS 1] in den dortigen Verzeichnissen aufgeführt, vollendete er seine theologische Bildung in Dillingen unter Bischof Sailer. Allein er fühlte sich zum Dienst der Kirche nicht berufen. Ein ausgesprochenes väterliches Talent für die Künste der Mechanik war auf ihn übergegangen; er benutzte seine freie Zeit zur Ausbildung in Physik, Mathematik und Mechanik und trat endlich, 1793, getrieben von seiner Anlage, in militärischen Dienst im königlich sardinischen Regimente Zimmermann. Nach den Kriegsjahren heimgekehrt, befaßte er sich in Luzern mit der Ausführung technischer und mechanischer Arbeiten und wurde seit 1812 Oberstlieutenant bei der Infanterie, 1814 zum Zeughausdirector, 1815 zum Münzmeister in Luzern ernannt. Alle Kräfte widmete er nun theils diesem Amte, theils mit Hintansetzung aller persönlichen Interessen, der Hebung des Handwerks- und Gewerbestandes in Luzern, machte manche nützliche Erfindung, die unter anderem Namen, als dem seinen bekannt wurde, errichtete eine treffliche Wagenfabrik, construirte schon 1801 ein Geschütz mit Hinterladung, welches im Zeughause Luzern aufbewahrt wird, förderte das Militär- und städtische Löschwesen, und erwarb sich überhaupt durch seine ganze Thätigkeit vielfältigstes Verdienst um seine Vaterstadt.

Christoph v. Schmid, Erinnerungen aus meinem Leben, Bd. 2. (Der hochsel. Bischof J. Michael v. Sailer). – Schmid, Geschichte der Feuerwaffen. – Businger, Die Stadt Luzern und ihre Umgebung, Luzern 1811. S. 104.


Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Müuster