ADB:Niclas, Johann Nicolaus

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Niclas, Johann Nicolaus“ von Karl Ernst Hermann Krause in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 23 (1886), S. 574–575, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Niclas,_Johann_Nicolaus&oldid=- (Version vom 24. Juli 2019, 05:03 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Niclaes, Heinrich
Nächster>>>
Niklot
Band 23 (1886), S. 574–575 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Johann Nicolaus Niclas in der Wikipedia
GND-Nummer 116995173
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|23|574|575|Niclas, Johann Nicolaus|Karl Ernst Hermann Krause|ADB:Niclas, Johann Nicolaus}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=116995173}}    

Niclas: Johann Nicolaus N., geb. am 5. April 1733 zu Gräfenwarth bei Schleiz, besuchte die Schulen zu Schleiz und Gera und seit 1753 die Universität Göttingen. wo er von Geßner liebgewonnen und gefördert wurde. 1760 wurde er Collaborator am Pädagogium zu Ilfeld, 1770 dann Rector der Michaelisschule zu Lüneburg, d. h. des vom Kloster St. Michaelis oder der Lüneburger Ritterschaft neben der Ritterakademie unterhaltenen bürgerlichen Gymnasii, das in einem gewissen Gegensatze zum städtischen Johanneum stand. Er war wol der gelehrteste aller Vorsteher dieser Anstalt, ein eifriger Büchersammler und Besitzer einer werthvollen Bibliothek von 9 –10 000 Bänden, welche 1790 für die Ritterakademie für 2000 Thlr. Cassenmünze (Speciesthaler) angekauft wurde. 1806 wurde er schwachsinnig und kam unter Curatel, am [575] 22. August 1808 starb er. Von seinen Arbeiten (bei Rotermund V, 625) war seine Ausgabe der „Geoponicorum sive de re rustica libri XX“ in 4 Bänden (1781) noch bis auf die neueste Zeit unentbehrlich.

Ueber seine Bibl. vergl.: Ad. Martini, Beitr. z. Kenntniß der Bibl. des Kl. St. Michaelis in Lüneburg (1827), S. 18 ff. – W. Pökel, Philol. Schriftst.-Lex. S. 190.