ADB:Petrus von Rosenheim

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Artikel „Petrus von Rosenheim“ von Georg Westermayer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 25 (1887), S. 475–476, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Petrus_von_Rosenheim&oldid=- (Version vom 18. November 2019, 03:09 Uhr UTC)
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Peter von Rosenheim, ein Beiname, den er von seiner Geburtsstadt am Innflusse führte, scheint im Jahre 1403 als Student dem Rector der Wiener Hochschule, Nicolaus v. Mazzen, in die Einsamkeit von Subiaco gefolgt zu sein. Im 1416 kehrte er in Begleitung desselben nach Deutschland zurück und wurde 1418 zu Konstanz von Papst Martin V. mit anderen zur Reformirung des Benedictinerordens ausgesendet. P. ging zunächst nach Melk, wo er bald als Prior erscheint, und besuchte nun eine Reihe größtentheils bairischer Klöster, um die echte Regel St. Benedicts wiederherzustellen. Im J. 1432 reiste er im Auftrage der Concilsväter, die zu Basel tagten, nach [476] Böhmen, wo er der hussitischen Bewegung Einhalt thun sollte. Von den Erfolgen seiner Thätigkeit ist nichts bekannt. Sein Heimgang erfolgte wahrscheinlich am 5. Januar 1441; das Todesjahr ist nicht völlig sicher. Trithemius spricht sich über ihn mit großem Lobe aus. Sein Hauptwerk: „Roseum memoriale divinorum eloquiorum“, worin jedes Capitel der Schrift in einem Distichon gegeben ist, erlebte viele Auflagen.

Keiblinger, Geschichte des Benediktinerstifts Melk. I, 489 ff. – Kobolt, Gelehrtenlexikon und Nachträge.