ADB:Quellmaltz, Samuel Theodor

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Artikel „Quellmaltz, Samuel Theodor“ von Julius Pagel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 27 (1888), S. 33–34, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Quellmaltz,_Samuel_Theodor&oldid=- (Version vom 17. September 2019, 03:17 Uhr UTC)
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Quellmaltz: Samuel Theodor Q., geb. am 11. Mai 1696 zu Freiberg in Sachsen, studirte in Leipzig Medicin, wurde 1722 daselbst Baccalaureus, setzte darauf seine Studien in Wittenberg fort und erlangte 1723 die Doctorwürde [34] in Leipzig. An letztgenannter Universität habilitirte er sich bald danach als Docent, wurde 1726 a. o. Professor der Anatomie und Chirurgie, 1737 ord. Professor der Physiologie, vertauschte 1747 diesen Lehrstuhl mit dem der Anatomie und Chirurgie, wozu er 1748 noch die Professur der Pathologie und 1758 die der Therapie übernahm. Er bekleidete 1757 das Decanat der med. Facultät zu Leipzig und starb daselbst am 10. Februar 1758. Q. war ein bei seinen Zeitgenossen besonders auch wegen seiner Kenntnisse und Leistungen in der Chemie sehr geschätzter Arzt. Er ist Verfasser zahlreicher Schriften über verschiedene Gegenstände aus den von ihm in seiner Lehrthätigkeit vertretenen Fächern. Doch sind die betreffenden Abhandlungen, von denen das Dictionnaire historique, herausgegeben von Dezeimeris (Bd. III, p. 768) etwa 52 aufzählt, nur wenig umfangreich, und bestehen aus akademischen Programmen oder unter seiner Leitung geschriebenen Dissertationen. Ein gewisses Interesse beanspruchen unter diesen auch jetzt noch die Arbeiten über die Milz (Leipzig 1748), über Blindheit der Säuglinge als Folge des weißen Flusses der Mutter (1750), über die Beseitigung der von im Kriege Gefallenen herrührenden fauligen Ausdünstungen (1785) u. s. w. Ferner gab Q. G. Rothe’s „Gründliche Anleitung zur Chemie“ 1750 mit Anmerkungen heraus.

Vergl. noch Biographisches Lexikon hervorragender Aerzte, herausgegeben von A. Hirsch Bd. IV, S. 648; Biogr. méd. T. VI, p. 519.Poggendorff, Biographisch-litterarisches Handwörterbuch etc. Bd. II, S. 548.