ADB:Quellinus, Arthus

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Artikel „Quellinus, Arthus“ von Joseph Eduard Wessely in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 27 (1888), S. 34, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Quellinus,_Arthus&oldid=- (Version vom 18. November 2019, 02:30 Uhr UTC)
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Quellinus: Arthus (Arthur) Q., Bildhauer und Architekt, geboren in Antwerpen 1609, † 1668 oder 1670. Er besuchte Italien, nachdem er in den Anfangsgründen seiner Kunst von seinem Vater Erasmus (sen.) unterwiesen war. Daselbst war Fr. du Quesnoy (il Fiammingo) sein Vorbild und Lehrer. In der Schilderbent nannte man ihn Corpus wegen seiner kräftigen Gestalt. Als Künstler muß er sich frühzeitig einen Namen gemacht haben, und sein Ruf verbreitete sich bis in sein Vaterland. Als nämlich das neue Stadthaus in Amsterdam gebaut wurde, hat man ihn dahin berufen mit dem Auftrag, für den neuen Bau Statuen, Reliefs und Ornamente zu liefern. Infolge dessen wurde er zum Stadtbildhauer von Amsterdam ernannt. Seine Werke am Stadthaus hat sein Bruder Hubert gestochen; sie erschienen (109 Bl.) in einem besonderen Werke, in dem sich auch das Bildniß des Arthus, ebenfalls von Hubert radirt, befindet. Von weiteren Werken sind bekannt: ein Standbild des heiligen Petrus in der Andreaskirche in Antwerpen, ebenda in der Hoofdkerk der marmorne Grabdeckel für Jan Gevaerts, in der Akademie das Brustbild des Marquis de Caracene. Im J. 1817 wurde das Brustbild des Bürgermeisters von Amsterdam, Andries de Graeff um 599 fl. verkauft. In die Gilde zu Antwerpen ließ er sich ebenfalls aufnehmen, und ehelichte 1640 Marg. Verdussen, die vier Monate vor ihm starb. Er wurde mit ihr in der Franciskanerkirche zu Antwerpen begraben. Außer dem erwähnten Bildnisse des Meisters hat auch R. Collin eines nach dem Bilde des Erasmus Q. gestochen, das 1662 erschien. Dann wird im Amsterdamer Rycksmuseum ein Gemälde von Ferd. Bol aufbewahrt, das unseren Meister als „Artus Phidias“, wie er von Vondel genannt wurde, darstellt. Es ist vom Jahre 1663.

Houbraken. – Kramm. – Immerzeel.