ADB:Rümelin, Georg Burkhard

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Artikel „Rümelin, Georg Burkhard“ von Carl Gustav Adolf Siegfried in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 29 (1889), S. 643, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:R%C3%BCmelin,_Georg_Burkhard&oldid=- (Version vom 26. Juni 2019, 10:36 Uhr UTC)
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Rümelin: Georg Burkhard R., geboren zu Tübingen; seit 1706 Pfarrer an verschiedenen Orten bei Tübingen, zuletzt Superintendent zu Reutlingen, † am 29. Januar 1746 (Jöcher III, 2296). Er ist durch seine lexikalischen Wunderlichkeiten bekannt geworden, welche er in seiner „Arcula sacra“ und in seinem „Lexicon biblicum“ 1716 (s. den vollst. Titel bei Meyer, Gesch. der Schrifterklärung IV, 69 Anm. 75) und dem „Lexicon critico–sacrum“ 1730 niederlegte. Er ging im wesentlichen dabei in den Spuren Caspar Neumann’s und versuchte durch allerlei Buchstabenversetzungen und -verwandlungen eine Quintessenz von 15 Grundwörtern als den eigentlichen Urbestand der hebräischen Sprache heraus zu destilliren.

Vgl. J. D. Michaelis, Beurtheilung der Mittel, welche man anwendet, die ausgestorbene hebräische Sprache zu lernen, 1753, S. 67 f. – Gesenius, Gesch. der hebr. Sprache, S. 126. – Nach Hetzel, Gesch. der hebr. Sprache, S. 303 hat er auch eine hebräische Grammatik als Manuscript hinterlassen.