ADB:Rigel, Franz Xaver

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Artikel „Rigel, Franz“ von Bernhard von Poten in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 28 (1889), S. 608, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Rigel,_Franz_Xaver&oldid=- (Version vom 19. Juli 2019, 23:41 Uhr UTC)
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Rigel: Franz Xaver R., großherzoglich badischer Oberstlieutenant, als militärischer Schriftsteller bekannt, wurde am 13. Juli 1783 zu St. Johann in Baiern geboren und stand zunächst, von 1805–1807, in preußischen Diensten, trat aber 1807 als Unterlieutenant in badische über und nahm in diesen schon an dem gegen sein früheres Heimathland gerichteten Feldzuge des letzteren Jahres, sowie von 1808–1812 am Kriege in Spanien theil. Trotzdem und obgleich er während des letzteren mehrfach zu Verwendungen gebraucht wurde, zu deren Erfüllung Leistungen gefordert werden, welche über den Durchschnitt hinausgehen, wie zum Ordonnanzdienst bei französischen Generälen, ward er erst 1813 Oberlieutenant. Von neuem focht er in den Feldzügen von 1813, 1814 und 1815 und stieg dann langsam bis zum Stabsofficier auf, als welcher er im J. 1848 pensioniert wurde. Die Muße einer langen Friedenszeit hatte er benutzt, um auf Grund seiner in Spanien gemachten Beobachtungen und Erfahrungen eine Reihe verdienstvoller, kriegsgeschichtlicher Bücher zu schreiben. Das bedeutendste darunter ist eine umfassende Darstellung des ganzen Krieges „Der siebenjährige Kampf auf der pyrenäischen Halbinsel vom Jahre 1807–1814“, 3 Bde., Rastatt 1819–21. Daran schließen sich Einzeldarstellungen aus dem Festungskriege „Die Belagerung von Valencia durch die Franzosen während des Befreiungskrieges der Spanier vom Jahre 1808–1814“, Karlsruhe 1824; „Kampf um Tarragona während des Befreiungskrieges der Catalonier vom Jahre 1813–1814“, Rastatt 1823; „Blokade, Belagerung und Eroberung von Tortosa durch das 3. französische Armeecorps im Jahre 1810–1811 und Vertheidigung von Monzon durch die Franzosen im Jahre 1813–1814, aus den Memoiren des Marschall Suchet“, Mannheim 1847. Außerdem veröffentlichte er „Erinnerungen aus Spanien“, Mannheim 1839. Auch das Hauptwerk trägt theilweise einen persönlichen Charakter zur Schau; ein Zusatz zum Titel lautet „Besonders meine eigenen Erfahrungen in diesem Kriege nebst Bemerkungen über das spanische Land und Volk.“ Er starb am 27. Juli 1852 zu Heidelberg.

Dr. F. von Weech, Badische Biographien, 2. Theil, Heidelberg 1875.