ADB:Ristori, Giovanni Alberto

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Artikel „Ristori, Giovanni Alberto“ von Moritz Fürstenau in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 28 (1889), S. 652, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Ristori,_Giovanni_Alberto&oldid=- (Version vom 20. April 2019, 12:02 Uhr UTC)
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Ristori: Giovanni Alberto R., geboren 1692 zu Bologna als Sohn des italienischen Schauspielers Tomaso R., kam mit diesem an den sächsischen Hof, als derselbe dort als Director einer italienischen Schauspielertruppe erneute Anstellung fand. Er war bereits in gleicher Eigenschaft in Diensten Johann Georg III. gewesen und hatte diesen Fürst sogar auf einer Reise nach Holland (1680) begleitet. Der jüngere R. galt als geschickter Componist, Clavier- und Orgelspieler und wurde 1717 beim italienischen Hofschauspiel als Compositeur angestellt. R. war zugleich Director der „polnischen Capelle“, welche 1717 hauptsächlich zu dem Zweck errichtet wurde, um den König statt der königl. kurfürstl. Capelle nach Polen zu begleiten. Im J. 1733 wurde R. zum Kammerorganisten, 1746 zum Kirchencomponisten und 1750 zum Vicecapellmeister ernannt. Er starb in Dresden am 7. Febr. 1753. Die königl. Musikaliensammlung in Dresden besitzt von ihm eine große Anzahl Compositionen, darunter elf vollständige Messen, drei Messen ohne Credo, fünf Gloria (vier davon zweichörig), zwei Kyrie und Gloria, ein Sanctus und Agnus Dei, einundzwanzig Motetten, drei Requiem, zwanzig Psalmen, drei Oratorien u. s. w. Ferner neun Opern, sechzehn Cantaten, mehrere Arien, Instrumentalconcerte und Esercizi per l’Accompagnamento. Am meisten Beachtung verdienen seine komischen Opern, welche sicherlich im nördlichen Deutschland zu den frühesten Erzeugnissen dieser Gattung zu rechnen sind. Von denselben sind namentlich „Calandro“ (1726) und „Don Chischiotte“ (1727) hervorzuheben.