ADB:Rosenthal-Bonin, Hugo

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Artikel „Rosenthal-Bonin, Hugo“ von Rudolf Krauß in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 53 (1907), S. 496–497, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Rosenthal-Bonin,_Hugo&oldid=- (Version vom 22. April 2019, 00:52 Uhr UTC)
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Rosenthal: Hugo R.-Bonin, Schriftsteller, geboren am 14. October 1840 in Palermo als Sohn deutscher Eltern. Er widmete sich in Berlin zuerst naturwissenschaftlichen und medicinischen, dann philosophischen Studien und machte hierauf als Schiffsarzt weite Reisen nach den südeuropäischen Ländern, Kalifornien, Japan. Nach der Rückkehr wurde er Berufsschriftsteller und fand 1872 bei der Hallberger’schen Verlagsbuchhandlung in Stuttgart (der jetzigen „Deutschen Verlagsanstalt“) Anstellung. Zuerst war er bei der Redaction von „Ueber Land und Meer“ betheiligt, dann leitete er lange Zeit die „Illustrirte Welt“, in welcher populären Wochenschrift auch seine meisten Romane zuerst erschienen. Später übernahm er die Redaction der damals im Spemann’schen Verlage herausgegebenen illustrirten Zeitschrift „Vom Fels zum Meer“. Die letzten Jahre verbrachte er als unabhängiger Schriftsteller in der württembergischen Landeshauptstadt, ausschließlich mit belletristischen Arbeiten beschäftigt. Er schloß sich zuletzt von dem öffentlichen Leben vollständig ab. Am 7. April 1897 starb er in Stuttgart. Seine schriftstellerische Laufbahn eröffnete er mit einer Anzahl dramatischer Arbeiten, ging jedoch bald zur erzählenden Gattung über. Die Stoffe zu seinen zahlreichen Novellenbüchern und Romanen („Der Bernsteinsucher“, „Der Diamantenschleifer“, „Die Thierbändigerin“ u. s. w.) verdankte er vorzugsweise den unerschöpflichen Erinnerungen an seine exotischen Aufenthalte. Eine lebhafte [497] Phantasie und die Gabe des Fabulirens, die er auch im geselligen Verkehr mündlich übte, machten seine Erzeugnisse zur beliebten Lectüre weiter Kreise. Dauernder litterarischer Werth kommt ihnen jedoch nicht zu.

Biograph. Jahrbuch und Deutscher Nekrolog, 2. Bd. (1898), S. 279 (mit weiteren Litteraturangaben).