ADB:Rostosky, Karl Oswald

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Artikel „Rostosky, Karl Oswald“ von Hyacinth Holland in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 29 (1889), S. 281, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Rostosky,_Karl_Oswald&oldid=- (Version vom 24. Juni 2019, 22:18 Uhr UTC)
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Rostosky: Karl Oswald R., Thiermaler, geboren um 1839 zu Leipzig, erst zur Xylographie bestimmt, widmete sich mit seiner Uebersiedlung nach München der Malerei, zu deren weiteren Ausbildung seine vielen Illustrationen und Holzstockzeichnungen die Mittel liefern mußten: Sein erstes Oelbild (Mäusejagd) erschien 1862 im Münchener Kunstverein; dann folgten mehrere, meist heitere Thierstücke (z. B. Hund vor einem Igel), welche den Maler zur Landschaft überführten. Auch hierin excellirte R. mit einigen, in Farbe und Stimmung sehr feinfühligen Bildchen, insbesondere aus dem „intimen“ Leben des Waldes, welche vielen Beifall fanden. Rostosky’s Zeichnungen, welche in verschiedenen illustrirten Zeitungen, wie in „Ueber Land und Meer“, „Daheim“ und „Gartenlaube“ (Nr. 46, 1865: Flößer auf der Isar), insbesondere aber in den „Fliegenden Blättern“ von Braun & Schneider und in den weltbekannten „Münchener Bilderbogen“ (Nr. 403, 421, 454) gerne gesehen wurden, ergingen sich in der Darstellung des stillen Lebens der Thierwelt, in lauschigen Waldbildern, aber auch in fröhlichen Einfällen der Laune, wie denn der Künstler überhaupt ein eminent gesellschaftliches Talent, voll Witz und Humor und ein Meister der Mimik und so gelenken Leibes war, daß er für jeden Clown und Kautschuckmann als gefährlicher Rivale hätte gelten können. R. erlag, nach kurzer Krankheit, einem heftigen Typhus am 21. Juni 1868 zu München. Als Zeichner findet sich sein Name auch im „Illustrirten Goldenen Kinderbuch“ (Leipzig bei O. Spamer) und mit M. Haider, E. Frölich, Fr. Hohe in „Herrn Petermann’s Jagdbuch“ (Braun & Schneider in München) u. s. w.