ADB:Schäffer, Jakob Christian Gottlieb von

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Artikel „Schaeffer, Jacob Christian Gottlieb von“ von Julius Pagel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 30 (1890), S. 532, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Sch%C3%A4ffer,_Jakob_Christian_Gottlieb_von&oldid=- (Version vom 25. Mai 2019, 07:29 Uhr UTC)
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Band 30 (1890), S. 532 (Quelle).
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Schaeffer: Jacob Christian Gottlieb v. S., Arzt, ist als Sohn von Johann Gottlieb S. am 7. Januar 1752 geboren. Er studirte seit 1771 in Altdorf und Straßburg, wo er 1774 mit der Dissertation „De magnesia“ die Doctorwürde erlangte. Hierauf ließ er sich in Regensburg nieder, prakticirte daselbst unter Leitung seines Vaters und wurde 1787 zum Leibarzt des Fürsten von Thurn und Taxis ernannt. Als solcher war er Reisebegleiter zweier Söhne desselben durch England, Frankreich und Italien während der Jahre 1787 und 1788. Eine Beschreibung seiner Reiseerlebnisse lieferte S. in 2 Bänden (Regensburg 1794). Nach seiner Rückkehr setzte er seine Praxis in Regensburg fort, wo er namentlich ein sehr gesuchter und beliebter Kinderarzt war. Zugleich war er in hervorragendem Maße schriftstellerisch thätig. U. a. publicirte er außer der genannten Reisebeschreibung noch: „Medicinische Ortsbeschreibung der Stadt Regensburg“ (Regensburg 1787); „Beschreibung und Heilart der gewöhnlichsten Kinderkrankheiten“ (Ebd. 1792, 2. Aufl. 1803); „Die in den Monaten November und December 1793 in und um Regensburg herrschenden Nervenfieber, vorzüglich zur Beruhigung seiner Landsleute beschrieben“ (Ebd. 1794); „Krankheitsgeschichte des verewigten Prinzen Georg von Thurn und Taxis etc.“ (Ebd. 1795); „Die Zeit- und Volkskrankheiten in den Jahren 1806 u. 1807“ (Ebd. 1808, und fortgesetzt in Hufeland’s Journal bis zum Jahre 1821), sowie eine ganze Reihe von Abhandlungen in der früher in Jena, später in Halle erschienenen allgemeinen Litteraturzeitung und der Salzburger med.-chirurgischen Zeitung. Am 25. Juli 1824 beging S. unter großen, von allen Seiten ihm dargebrachten Ovationen sein 50jähriges Doctorjubiläum. Sein Tod erfolgte am 3. April 1826. – Ein Schwiegersohn von S. war Elias v. Siebold, Professor der Geburtshülfe zu Berlin.

Vgl. Seitz in Biogr. Lexicon hervorr. Aerzte etc., herausgegeben von A. Hirsch V, 201.