ADB:Schödler, Friedrich Karl Ludwig

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Schödler, Friedrich Karl Ludwig“ von Wilhelm Heß in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 32 (1891), S. 213, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Sch%C3%B6dler,_Friedrich_Karl_Ludwig&oldid=- (Version vom 31. Juli 2021, 22:59 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Schoder, Adolf
Band 32 (1891), S. 213 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand November 2009, suchen)
GND-Nummer 116853190
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|32|213|213|Schödler, Friedrich Karl Ludwig|Wilhelm Heß|ADB:Schödler, Friedrich Karl Ludwig}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=116853190}}    

Schödler: Friedrich Karl Ludwig S., geboren zu Dieburg in Hessen am 25. Februar 1813, widmete sich anfangs der Pharmacie, studirte dann zu Gießen Naturwissenschaften, war 1835–38, nachdem er promovirt, Assistent Liebig’s, unternahm dann einige größere wissenschaftliche Reisen und erhielt 1842 eine Anstellung als Lehrer der Naturwissenschaften am Gymnasium zu Worms. Im J. 1854 wurde er zum Director der Realschule zu Mainz berufen. Infolge eines Schlaganfalls sah er sich gezwungen, 1883 seinen Abschied zu nehmen und starb am 28. April 1884.

S. war ein hervorragender Pädagoge und hat sich als solcher auch weit über die Grenzen seines engeren Vaterlandes hinaus einen Ruf erworben. Von seinen pädagogischen Schriften sind außer zahlreichen kleineren Abhandlungen zu erwähnen: „Die höheren technischen Schulen“ 1846 und „Der Lateinzwang der Realschule“ 1873. Hauptsächlich hat sich S. jedoch bekannt gemacht durch sein Werk „Das Buch der Natur“, 2 Bde., Braunschweig 1846, welches in fast alle europäischen Sprachen übersetzt ist und von dem 1884 die 22. Auflage erschien. Dasselbe gibt in gedrängter, übersichtlicher Darstellung das Wissenswertheste aus dem Gebiet der gesammten Naturwissenschaften, wie es bis dahin noch in keinem ähnlichen Werke zu finden war. Bemerkenswerth sind von seinen Schriften ferner noch: „Die Chemie der Gegenwart“ 1853; die Volks- und Schulausgabe von Brehm’s Thierleben, 3 Bde., 1867–69; „Atlas der chemischen Technik“ 1873. S. war Mitarbeiter von Wagner’s Handbuch der Naturkunde und Liebig’s Handwörterbuch der Chemie. Auch in den Annalen der Chemie und Pharmacie finden sich mehrere Arbeiten von ihm.