ADB:Schuckert, Sigmund

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Artikel „Schuckert, Johann Sigmund“ von Franz Maria Feldhaus in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 55 (1910), S. 616, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Schuckert,_Sigmund&oldid=- (Version vom 21. September 2019, 14:05 Uhr UTC)
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Schuckert *): Johann Sigmund Sch., Begründer der Elektricitätsfirma Schuckert & Co. in Nürnberg; geboren am 18. October 1846 in Nürnberg, † (kinderlos) in Wiesbaden am 17. September 1895. Aus einfacher Bürgerfamilie stammend, kam Sch. nach Besuch der Elementarschule 1859 zu dem Mechaniker F. Heller in Nürnberg in die Lehre. 1863 ging er auf die Wanderschaft, arbeitete in Stuttgart, Hannover, bei Siemens & Halske in Berlin, bei Repsold und bei Pollack in Hamburg bis 1866. Hierauf bekleidete er die Stelle eines Werkmeisters für Telegraphenbau bei Krage in Nürnberg. 1869 bis 1873 war er in Baltimore, Philadelphia und bei Edison in New-York thätig. In die Heimath zurückgekehrt, bezog er am 17. August 1863[WS 1] eine kleine Werkstätte in Nürnberg. Schon 1874 baute er eine Dynamomaschine. Sch. kämpfte einen harten aber erfolgreichen Kampf für den Gleichstrom und hat um die Einführung der elektrischen Beleuchtung, der Militär-Scheinwerfer, Meßinstrumente u. s. w. große Verdienste. Seit 1884 war sein Leipziger Vertreter A. Wacker Theilhaber seiner Elektricitätsfirma, 1886 wurde diese Firma zur Commanditgesellschaft, seit 1. April 1893 zur Actiengesellschaft. Nachmals, im J. 1902, wurde sie mit Siemens & Halske vereint. Sch., seit 1891 nervenkrank, zog sich zurück und starb nach vier Jahren an diesem Leiden. – Nachfolgende Statistik gewährt eine Anschauung von der steigenden Bedeutung der Firma: 1879: 20 Arbeiter, 4 Beamte; 1885: 170 Arbeiter, 39 Beamte; 1890: 629 Arbeiter, 136 Beamte; 1895: 1558 Arbeiter, 360 Beamte; 1893[WS 2]: 5329 Arbeiter, 660 Beamte. Der Umsatz betrug 1895: 18 100 000 Mark.

Mittheilungen der Wittwe Schuckert’s an den Unterzeichneten.

*) Zu Bd. LIV, S. 238.


Anmerkungen (Wikisource)

  1. Die Gründung der Werkstatt in Nürnberg erfolgte 1873.
  2. Die statistische Angabe für „1893“ meint das Jahr 1903.