ADB:Schwanberger, Georg

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Artikel „Schwanberger, Georg“ von Johannes Bolte in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 33 (1891), S. 183, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Schwanberger,_Georg&oldid=2507077 (Version vom 15. Dezember 2017, 23:29 Uhr UTC)
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Schwanberger: Georg S. veröffentlichte als Pfarrer zu Rodersdorf bei Plauen, wo er von 1591–1623 wirkte, nachdem er zuvor Cantor in Plauen gewesen war, eine gereimte Komödie: „Der Engel Raphael wider Asmodeum den Eheteuffel“. Nürnberg 1615, 8°, die, zur Aufführung bei einer Hochzeit bestimmt, an die älteren Spiele von Isaak und Rebekka und von Tobias anknüpft und aus diesen den vom Engel Raphael in die Flucht geschlagenen Eheteufel und die Unfrieden säende Hexe entlehnt. Im übrigen ist die Handlung recht dürftig: drei Paare, Theodorus und Anna Katharina, Tobias und Maria, Nicol und Kätha zanken und versöhnen sich, während der Schuster Peter sich mit seiner Frau prügelt. Nach Verjagung des Asmodeus und der Hexe setzen sich alle zum Mahle nieder und schließen mit Gesang und Tanz. Hierbei ein Anklang an das auch von Gabriel Rollenhagen benutzte Lied: „Ey Baur, laß mir die Röslein stahn, Sie sind nicht dein, thus maul davon“. Auch der unverbesserliche Junggesell Cornelius ist eine bekannte Figur der Komödie.

Goedeke, Grundriß² II, 376, 389. – K. G. Dietmann, Priesterschaft in dem Churfürstentum Sachsen I, 3, 658 (1754).