ADB:Schwartzkopf, Joachim

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Schwartzkopf, Joachim“ von Franz Brümmer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 33 (1891), S. 221, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Schwartzkopf,_Joachim&oldid=- (Version vom 16. Juli 2019, 03:01 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Schwartzkopff, August
Band 33 (1891), S. 221 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Juni 2011, suchen)
GND-Nummer 124428061
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|33|221|221|Schwartzkopf, Joachim|Franz Brümmer|ADB:Schwartzkopf, Joachim}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=124428061}}    

Schwartzkopf: Joachim S., ein hervorragender Geistlicher und Kanzelredner, wurde am 13. August 1593 zu Wusterhausen a. d. Dosse in der Mark Brandenburg geboren. Sein Vater war Prediger daselbst und wirkte später als geistlicher Inspector in Wittstock. Der Sohn erhielt seine Bildung auf dem Joachimsthal’schen Gymnasium in Berlin und zeichnete sich hier schon als Verfasser lateinischer und griechischer Gedichte aus. In Frankfurt a. O., wo er das theologische Studium begann, gab er die ersten Proben seiner kirchlichen Beredsamkeit; in Wittenberg setzte er unter Hutterus, Baldinus, Franzius und Meißner seine Studien fort und wurde danach 1618 als Prorector an die Schule zu Wittstock berufen. Im J. 1622 kam er als zweiter Diakonus nach Neu-Ruppin, wurde hier 1626 erster Diakonus und 1639 Inspector, in welcher Stellung er bis zu seinem Tode 1669 verblieb. Seine Amtsthätigkeit in Neu-Ruppin war eine vielseitige und ausgezeichnete; unermüdlich half er mit seiner Kraft aus, wenn die Noth es erforderte. Als in der Pestzeit seine Amtsbrüder sämmtlich dahingerafft waren, versah er das geistliche Amt in der Stadt ganz allein; während des dreißigjährigen Krieges war er wiederholt Abgesandter der Stadt, um von den feindlichen Generalen Schonung für die Bürger zu erbitten. Nach der „Theologia Eusebiana“ seines Amtsnachfolgers S. Dietrich war S. ein hochbegabter evangelischer Trostprediger, und seine Casual- und Leichenpredigten, von denen uns mehrere erhalten sind, zeugen von einer für die damalige Zeit hervorragenden Beredsamkeit.

F. Heydemann, Die evangelischen Prediger Neu-Ruppins, 1867. S. 24 ff.