ADB:Schweighauser, Jacob Friedrich

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Artikel „Schweighaeuser, Jacob Friedrich“ von Julius Pagel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 33 (1891), S. 342, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Schweighauser,_Jacob_Friedrich&oldid=- (Version vom 19. September 2019, 15:34 Uhr UTC)
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Schweighaeuser: Jacob Friedrich S., Arzt, geboren zu Straßburg 1766, studirte und promovirte daselbst 1789 mit der „Diss. sistens amphibiorum virtutis medicatae defensionem continuatam et Scinci maxime historiam expendens“, diente hierauf eine Zeitlang bei der französischen Armee und ließ sich schließlich als Arzt in seiner Vaterstadt nieder. Er widmete sich ganz besonders der geburtshülflichen Praxis, wurde als Geburtshelfer am Gemeindehospital angestellt, später zum Professor und Oberarzt am Bürgerhospital ernannt und erwarb sich in dieser Stellung durch die Verbesserung des Hebammenunterrichts, dem er eingehende Aufmerksamkeit schenkte, ein großes Verdienst. Die schriftstellerischen Arbeiten Schweighaeuser’s, der am 7. Mai 1842 starb, betreffen die Modification des geburtshülflichen Instrumentenapparats, das Kindbettfieber und die Physiologie des schwangeren und gebärenden Uterus. Wir führen davon an: „Practische Anweisung zur Entbindung mit der Zange“ (Leipzig 1796, Frankfurt a. M. 1819; französ.: Paris 1799 und 1800); „Tablettes chronologiques de l’histoire des médecine puerpérale“ (Straßburg 1806); „Aufsätze über einige physiologiche und practische Gegenstände der Geburtshülfe“ (Nürnberg 1817, enthält 34 Abhandlungen über verschiedene Themata seines Specialgebietes); „Das Gebären nach der beobachteten Natur und die Geburtshülfe nach dem Ergebnisse der Erfahrung“ (Straßburg 1825), ferner zahlreiche Aufsätze in den von ihm seit 1801 herausgegebenen „Archives de l’art des accouchements“ und als größeres, noch nennenswerthes Werk: „La pratique des accouchements en rapport avec la physiologie et l’expérience“ (Straßburg und Paris 1836). Ein vollständiges Verzeichniß seiner Schriften findet sich in Callisen’s Schriftstellerlexikon XVII, 430–433 und XXXII, 246.

Vgl. auch Biograph. Lexikon von Hirsch und Gurlt V, 321.