ADB:Sprengel, Karl

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Sprengel, Karl“ von William Löbe in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 35 (1893), S. 293, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Sprengel,_Karl&oldid=- (Version vom 22. Juli 2019, 18:52 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Spreng, Johann Jacob
Nächster>>>
Sprengel, Konrad
Band 35 (1893), S. 293 (Quelle).
Wikisource-logo.png Carl Sprengel bei Wikisource
Wikipedia-logo-v2.svg Carl Sprengel in der Wikipedia
GND-Nummer 119057190
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|35|293|293|Sprengel, Karl|William Löbe|ADB:Sprengel, Karl}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=119057190}}    

Sprengel: Karl S., Oekonomierath und Professor der Landwirthschaft, geb. 1787 zu Schillerslage bei Hannover, † am 19. April 1859 zu Regenwalde. Er bildete sich in Celle und Möglin unter Albrecht Thaer zum Landwirth aus, wurde nach 7jährigem Aufenthalt daselbst Oekonomieconsulent, großer Gutsbesitzer in Sachsen und Schlesien, machte seit 1817 Reisen durch Deutschland, die Niederlande, Frankreich und die Schweiz, studirte von 1820–24 in Göttingen Naturwissenschaften, lehrte daselbst bis 1830 als Privatdocent Landwirthschaft und Ackerbauchemie, ging 1831 als Professor der Landwirthschaft und Chemie an das Collegium Karolinum in Braunschweig, nahm 1839 die Stelle eines Generalsecretärs der pommer’schen ökonomischen Gesellschaft mit dem Wohnsitz in Regenwalde an, wo er eine landwirthschaftliche Lehranstalt und eine Fabrik landwirthschaftlicher Maschinen und Geräthe gründete. „Mit den reichsten Kenntnissen und einem unermüdlichen Forschungseifer in seinen Fachwissenschaften verband er die umfassendste Einsicht in die praktische Landwirthschaft; namentlich fanden an ihm Bodenkunde, Düngerlehre und Urbarmachung einen Erweiterer, dessen Einfluß auf die Fortschritte der rationellen Landwirthschaft groß war. Nicht minder verdient machte er sich durch chemische Untersuchung der Ackererden und Düngemittel. Auch seine Schriften haben viel zur Beförderung der Landwirthschaft zu einer Zeit beigetragen, wo dieselbe auf einer noch ziemlich niedrigen Stufe stand.“ Schrieb: „Chemie für Landwirthe“ 1831, 2. Aufl. 1843; „Die Lehre von dem Boden“ 1837, 2. Aufl. 1844; „Die Lehre von dem Dünger“ 1839, 2. Aufl. 1845; „Die Lehre von den Urbarmachungen“ 1839; „Erfahrungen im Gebiete der allgemeinen und speciellen Pflanzenkultur“, 2 Bde., 1847–50. Die von ihm 1840–52 redigirte „Allgemeine Landwirthschaftliche Monatsschrift“ war eine der renommirtesten und einflußreichsten landwirthschaftlichen Zeitschriften.